Lärm, Müll, Diebstähle und Angriffe

Lärm, Müll, Diebstähle und Angriffe: Soviele Straftaten gab es in der Schlosserstraße in Halle

Halle (Saale) - In der Schlosserstraße und ihrem Umfeld hat die Polizei vom 1. Januar 2011 bis zum 31. Dezember 2018 insgesamt 1.304 Straftaten erfasst. Das geht aus der Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage des AfD-Landtagsabgeordneten Daniel Wald hervor. 692 Tatverdächtige konnten ermittelt werden. Die Landesregierung bezieht sich bei ihrer Recherche auf Daten aus dem Integrierten Vorgangsbearbeitungssystem der Polizei. Dabei handelt es sich um eine Eingangsstatistik, die nicht mit einer polizeilichen Kriminalstatistik verglichen werden kann, so das Land in seiner ...

Von Dirk Skrzypczak 10.07.2019, 09:30

In der Schlosserstraße und ihrem Umfeld hat die Polizei vom 1. Januar 2011 bis zum 31. Dezember 2018 insgesamt 1.304 Straftaten erfasst. Das geht aus der Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage des AfD-Landtagsabgeordneten Daniel Wald hervor. 692 Tatverdächtige konnten ermittelt werden. Die Landesregierung bezieht sich bei ihrer Recherche auf Daten aus dem Integrierten Vorgangsbearbeitungssystem der Polizei. Dabei handelt es sich um eine Eingangsstatistik, die nicht mit einer polizeilichen Kriminalstatistik verglichen werden kann, so das Land in seiner Antwort.

Wald bezieht sich auf Presseveröffentlichungen über die Zustände in der Schlosserstraße. Anwohner klagten auch gegenüber der MZ immer wieder über Lärmbelästigungen, Müll, Diebstähle aber auch über Angriffe. Zudem besteht der Verdacht, dass von ausländischen Bewohnern Sozialleistungen erschlichen werden. Im Zentrum der Vorwürfe stehen Roma-Familien, die in der Schlosserstraße leben.

Auf die Herkunft der Täter geht die Landesregierung nicht ein

Auf die Herkunft der Täter geht die Landesregierung nicht ein. Aufgelistet werden neben dem Delikt, dem Datum und der Uhrzeit noch das Alter der Tatverdächtigen, ihr Geschlecht sowie Angaben zu den Opfern. Weiterführende Informationen zu den Straftaten, die in die Tiefe gehen, würden den Rahmen der Kleinen Anfrage sprengen, heißt es in dem Papier.

Da die erforderlichen Fakten nicht automatisch aus dem Computerprogramm ausgelesen werden können, müsste jeder einzelne Vorfall manuell gesichtet und ausgewertet werden. „Eine vollständige Beantwortung ist daher unverhältnismäßig und ohne erhebliche Einschränkungen der Funktionsfähigkeit der Polizeibehörde nicht zu leisten.“

Wald wollte zudem wissen, wie viele deutsche und ausländische Sinti und Roma seit 2010 in Sachsen-Anhalt lebten oder noch immer hier wohnhaft sind. Eine Antwort sei nicht möglich, da die Zugehörigkeit zu einer Volksgruppe oder ethnischen Minderheit statistisch nicht erfasst werde, so die Landesregierung. (mz)