Kunsthochschule in Halle

Kunsthochschule in Halle: Neue Mediathek der Burg eröffnet

Halle (Saale) - Am Montag hat die Kunsthochschule Burg Giebichenstein ihre neue Mediathek offiziell in Betrieb genommen. Auf rund 2000 Quadratmetern steht den Nutzern auf dem Design-Campus am Neuwerk eine moderne Bibliothek mit unterschiedlichen Arbeitsmöglichkeiten zur Verfügung. Eineinhalb Jahre wurde an dem rund 6,5 Millionen Euro teuren neuen Standort der Hochschulbibliothek gebaut. Gefördert wurde der Neubau durch Mittel des Europäischen Fonds für regionale ...

16.11.2015, 14:35

Am Montag hat die Kunsthochschule Burg Giebichenstein ihre neue Mediathek offiziell in Betrieb genommen. Auf rund 2000 Quadratmetern steht den Nutzern auf dem Design-Campus am Neuwerk eine moderne Bibliothek mit unterschiedlichen Arbeitsmöglichkeiten zur Verfügung. Eineinhalb Jahre wurde an dem rund 6,5 Millionen Euro teuren neuen Standort der Hochschulbibliothek gebaut. Gefördert wurde der Neubau durch Mittel des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung.

Mit fast 100.000 Medien sei die Mediathek nach eigenen Angaben Sachsen-Anhalts größte Spezialbibliothek für Kunst und Design des 20. und 21. Jahrhunderts. Sie ist auch für Nutzer der Region Halle frei zugänglich

Probebetrieb seit Anfang Oktober

Anfang Oktober war für Studenten bereits der Probebetrieb aufgenommen worden. Am Montag wurde das Gebäude nun offiziell im Beisein des Finanzministers von Sachsen-Anhalt, Jens Bullerjahn, des Oberbürgermeisters von Halle, Bernd Wiegand, und des Staatssekretärs im Ministerium für Wissenschaft und Wirtschaft, Marco Tullner, sowie zahlreicher weiterer Gäste eröffnet. Wie die Hochschule mitteilte, wurde der Neubau vom Dresdner Architekturbüro „F 29 Architekten“ in Zusammenarbeit mit „Zila Freie Architekten“ aus Leipzig entworfen und umgesetzt.

Die Hochschulbibliothek war seit 15 Jahren im sogenannten „Weißen Haus“ in der Seebener Straße untergebracht, ein ursprünglich als Interimslösung gedachtes Provisorium. Hinsichtlich der Ausstattung, Barrierefreiheit, Statik und Kubatur der Räume entsprach das Gebäude in keiner Weise mehr den Anforderungen, die an eine moderne Hochschulbibliothek gestellt werden. Zudem war die Aufnahmekapazität inzwischen völlig ausgeschöpft.

3100 Jahre alte Salzsiedestelle in Halle entdeckt

Noch bevor die Bauarbeiten richtig losgehen konnten, wurde das Baufeld archäologisch untersucht und brachte einen sensationellen Fund zutage. Am Neuwerk wurde der älteste, zusammenhängende Salzsiedeplatz auf dem Gebiet der Stadt Halle gefunden: eine 3000 Jahre alte komplette Salzproduktionsstätte. Zahlreiche Funde wurden einzeln oder auch als Blockbergungen gesichert. Trotz der Verzögerung durch die Grabungen und die Bergung dieser einzigartigen archäologischen Funde konnte die Grundsteinlegung am 30. Januar 2014 und eineinhalb Jahre später der Einzug der Bibliothek in die neuen Räume erfolgen. (mz)