Pächter schmeißen hin

Kletterwald in Halle (Saale) schließt – aber nur vorübergehend

Halle (Saale) - Die Pächter des Kletterwalds im Heidebad Nietleben schmeißen hin. Doch Heidebad-Chef Mathias Nobel hat neue Pläne.

Von Janine Gürtler 19.02.2018, 09:43

Halles einziger Kletterwald im Heidebad Nietleben schließt – zumindest vorübergehend. Die Pächter und Betreiber der Firma  „Schwindelfrei“ aus Köln werfen das Handtuch, zu groß seien die Schäden nach Sturm „Friederike“, hieß es auf deren Facebook-Seite. Geschäftsführer Raimund Bechtloff hatte nach eigener Aussage schon vor dem Sturm die Zusammenarbeit mit Bad-Betreiber Mathias Nobel beenden und ihm entweder den Kletterwald verkaufen oder ihn abbauen wollen. 

„Nun ist es offiziell. Wie werden leider nicht wie geplant in unsere neunte Saison starten. Die Sturmschäden waren am Ende zu groß für uns.“ Das Orkantief hatte Anfang Januar über Halle gewütet und dabei auch im Kletterwald praktisch Totalschaden angerichtet.

Kletterwald in Halle macht wieder auf

Für den Kletterwald bedeutet das trotzdem nicht das Ende: Denn Heidebad-Betreiber Mathias Nobel hat die Outdoor-Anlage übernommen und ist bereits kräftig am Auf- und Umbauen. „Zum 1. April, spätestens aber zum 1. Mai wollen wir wieder aufmachen“, so Nobel gegenüber der MZ. 

Dann aber auch in etwas kleinerer Form: vier Parcours soll es am Ende geben, zwei müssen aufgrund der Sturmschäden zusammengelegt werden. Aus dem Kletterpfad für Kinder ist ein kostenloser Abenteuerspielplatz geworden, der bereits jetzt rege genutzt werde, so Nobel. 

„60 bis 70 Prozent von den vorhandenen Pfaden können wir noch nutzen“, sagt er. Danach werde man sich Jahr für Jahr vergrößern. 

Dass der Heidebad-Chef es ernst meint, zeigt auch die neu eingerichtete Facebook-Seite für den Kletterwald, auf der schon Fotos vom neuen Abenteuerspielplatz zu sehen sind. (mz)