151 Stunden lang fährt kein Zug mehr

Hauptbahnhof Halle vom 21. bis 28. November komplett gesperrt

Halle (Saale) - Fast eine ganze Woche lang, vom 21. November, 21 Uhr, bis zum 28. November, 4 Uhr, wird Halles Hauptbahnhof am Bahnknoten Halle erneut komplett gesperrt.

Von Michael Falgowski 14.11.2016, 11:39
Blick auf den Hauptbahnhof in Halle (Saale).
Blick auf den Hauptbahnhof in Halle (Saale). dpa-Zentralbild

Fast eine ganze Woche lang, vom 21. November, 21 Uhr, bis zum 28. November, 4 Uhr, wird Halles Hauptbahnhof erneut komplett gesperrt. Es ist bereits die dritte Totalsperrung seit Sommer vergangenen Jahres. Hintergrund ist die Modernisierung des Eisenbahnknotens samt Güterbahnhof Halle für rund 750 Millionen Euro. Betroffen von der Sperrung ist der gesamte Nah- und Fernverkehr. Rund 30.000 Besucher zählt Halles Hauptbahnhof täglich.

Hauptbahnhof Halle: Die Sperrung dauert 151 Stunden

"Das ist die längste Sperrung eines Hauptbahnhofs in Deutschland bisher überhaupt", sagte Thomas Herr von der DB Netz AG, Leiter des Ausbau-Projekts in Halle.

Unter anderem wird für ein weiteres fertiges Baufeld die Software von sechs neuen Stellwerken, die komplett auf elektronischen Betrieb umgestellt wird, aufgespielt. Außerdem werden 52 Weichen und elf Kilometer Gleis in Betrieb genommen. Ebenso drei Brücken.

Deswegen dauert diese Totalsperrung auch zwei Tage länger als im Sommer von der Deutschen Bahn noch angekündigt. Wie ein Bahnsprecher sagte, sind mindestens noch zwei Totalsperrungen nötig, bis die Arbeiten am inneren Ring des Eisenbahnknotens Halle 2019 beendet sind. 

Sperrung Hauptbahnhof Halle: Mehr als 60 Busse als Schienenersatzverkehr

Während der Sperrung werden die Fernverkehrszüge werden meist über Bitterfeld umgeleitet. Die Nahverkehrszüge enden an den Bahnhöfen vor den Toren der Stadt. Dann müssen die Fahrgäste auf Busse umsteigen. Mehr als 60 Busse als Schienenersatzverkehr fahren am Ausgang Ernst-Kamieth-Straße ab und kommen am Zentralen Busbahnhof an. Im halleschen S-Bahn-Verkehr entfallen die 3 nach Schkeuditz. Sowie die S7 nach Trotha.

Zusätzliche Service-Mitarbeiter betreuen im Bahnhof die Reisenden. Erstmals auch am Flughafen. Alle Läden und Dienstleistungseinrichtungen im Hauptbahnhof sollen geöffnet bleiben. Die Fahrradmitnahme ist nur noch eingeschränkt möglich.  (mz)