Fußball

Fußball: Erleichterung und Skepsis gleichermaßen

Naumburg/Freyburg - Wenn es nach dem Fußballverband Sachsen-Anhalt (FSA) geht, muss die Saison 2020/21  im Nachwuchsbereich wegen der Corona-Pandemie nicht zwangsläufig abgebrochen werden. Unabhängig davon, wie der FSA-Vorstand  in seiner Sitzung am Montag, 15. März, für den Erwachsenenbereich entscheiden wird, und trotz der derzeit wieder steigenden Sieben-Tages-Inzidenzen.  Gerade im Burgenlandkreis ist diese wieder sehr hoch; am Sonntag, 14. März, lag die Zahl bei etwa ...

Von Torsten Kühl

Wenn es nach dem Fußballverband Sachsen-Anhalt (FSA) geht, muss die Saison 2020/21  im Nachwuchsbereich wegen der Corona-Pandemie nicht zwangsläufig abgebrochen werden. Unabhängig davon, wie der FSA-Vorstand  in seiner Sitzung am Montag, 15. März, für den Erwachsenenbereich entscheiden wird, und trotz der derzeit wieder steigenden Sieben-Tages-Inzidenzen.  Gerade im Burgenlandkreis ist diese wieder sehr hoch; am Sonntag, 14. März, lag die Zahl bei etwa 203.

Am Freitag hatte der Landesverband bekannt gegeben, dass ein Fortführen der Nachwuchs-Saison „im absoluten Fokus der Planungen“ liege (Tageblatt/MZ berichtete). „Wir sind es unseren Kindern und Jugendlichen einfach schuldig, den Spielbetrieb mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln wieder aufzunehmen und mit einer einfach gespielten Hinrunde sowie dem Pokalwettbewerb verhältnismäßig ordentlich zu beenden“, heißt es in der Erklärung des FSA. Über die verschiedenen Möglichkeiten  wollen die Vertreter des  Jugendausschusses nach dem Osterwochenende mit den Vereinen in einer Videokonferenz sprechen.

Re-Start bei FC RSK und SCN

In der Saale-Unstrut-Finne-Region sind die Verantwortlichen der Kinder- und Jugendmannschaften einerseits glücklich darüber, dass seit dem Inkrafttreten  der neuesten Corona-Verordnung mittlerweile kontaktfreies Training im Nachwuchsbereich unter freiem Himmel  mit bis zu 20 Teilnehmern (inklusive Übungsleiter)  möglich ist. „Und ich bin auch absolut dafür, dass  im Rahmen des Machbaren auch der Wettkampfsport irgendwann wieder zugelassen wird, denn unsere Kinder sind heiß, sie wollen zurück auf den Platz“, sagt zum Beispiel Robert Jesswein, der als Vizepräsident des FC RSK Freyburg für den Kinder- und Jugendbereich in seinem Verein zuständig ist.

Allerdings schwingt hierzulande aktuell auch eine große Portion Skepsis mit, wenn über den Re-Start im Fußball gesprochen wird. „Wir wollen in dieser Woche wieder in das regelmäßige Training einsteigen. Zumindest ist unsere Sportstätte am Halleschen Anger dafür offiziell geöffnet worden“, berichtet Thomas Ruppe, Coach der B-Junioren des SC Naumburg. „Jedoch würde ich am liebsten noch ein paar Tage abwarten, wie sich das Infektionsgeschehen bei uns entwickelt und wie der Burgenlandkreis dies bewertet. Nicht, dass wir mit dem Trainingsbeginn, der ja parallel zum Schulstart einhergeht, zu große Hoffnungen bei den Kindern und Jugendlichen wecken und nach einer Einheit wieder einen Rückzieher machen müssen, weil die Lockerungen wieder zurückgenommen werden.“

Erneut ein „geklautes“ Finale?

Ruppes Team liegt derzeit in der Landesliga, Staffel 4,   auf Platz drei, hat noch vier seiner  zehn Hinrundenpartien auszutragen. Und im Kreispokal  steht die SCN-Erste bereits im Viertelfinale; hier müsste sie gegen die eigene zweite Mannschaft antreten. „Den möglichen Start im Landespokal hat uns im vergangenen Jahr das Virus genommen, denn unser Kreispokalendspiel konnte nicht ausgetragen werden“, blickt Thomas Ruppe zurück. Im derzeitigen Lockdown haben sich seine Schützlinge mit einer Laufchallenge sowie online vermittelten Kraftübungen fit gehalten.

Auch im Freyburger Jahnsportpark will man in dieser Woche ab der E-Jugend in den Trainingsbetrieb zurückkehren. „Das wird eine ganz schöne Herausforderung, knapp 20 Kinder mit Abstand im Zaum zu halten“, sagt FC-RSK-Vize Robert Jesswein. Weil das bei den Kleinsten nicht so leicht funktioniere, werde man den Re-Start der F-Junioren und der Bamibini, also der noch jüngeren Kicker, auf unbestimmte Zeit verschieben.