Nach Missbrauch in Roßlau

Missbrauch von Kind in Roßlau: Politiker zeigen sich betroffen – AfD plant Kundgebung

Dessau - Die Ereignisse vom Sonntag in Roßlau beschäftigen die Menschen in der Doppelstadt nach wie vor. Nach dem sexuellen Übergriff auf ein neunjähriges Mädchen und der Festnahme eines 27-jährigen Tatverdächtigen auf dem Niger in Roßlau melden sich auch Politiker öffentlich zu ...

13.06.2019, 15:11

Die Ereignisse vom Sonntag in Roßlau beschäftigen die Menschen in der Doppelstadt nach wie vor. Nach dem sexuellen Übergriff auf ein neunjähriges Mädchen und der Festnahme eines 27-jährigen Tatverdächtigen auf dem Niger in Roßlau melden sich auch Politiker öffentlich zu Wort.

Dessau-Roßlaus Oberbürgermeister Peter Kuras zeigt sich betroffen und meint: „Das Verbrechen ist entsetzlich und durch nichts zu entschuldigen.“ Seine Gedanken seien bei dem Mädchen und ihrer Familie. „Es ist zu hoffen, dass den Betroffenen die notwendige Hilfe zuteil wird“, sagt er und verspricht, dass die Stadt alles Notwendige dabei unternehmen werde.

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„Die Vorstellung, dass offensichtlich ein Kind vergewaltigt worden ist, ist sehr bedrückend“, sagte Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD), der am Dienstag zum Bürgerdialog nach Dessau gekommen war. Auch seine Gedanken seien bei dem Kind und den Angehörigen. Es sei jetzt Aufgabe von Polizei, Staatsanwaltschaft und Gerichten, die Tat hart aufzuklären und abzuurteilen.

„Das ist ein schrecklicher Vorfall“, sagt Bundestagsabgeordneter Sepp Müller (CDU). Unisono meint er, dass die Ermittlungen und der Prozess „zügig und mit der notwendigen Härte“ erfolgen müssen.

AfD plant Kundgebung auf dem Marktplatz in Dessau

Derweil hat der Bundestagsabgeordnete und Stadtrat Andreas Mrosek (AfD) für den kommenden Montag eine Kundgebung unter dem Motto „Schützt unsere Frauen und Kinder“ auf dem Dessauer Marktplatz angemeldet. Zwischen 18.30 und 19.30 Uhr sollen dort auch Andreas Kalbitz und Martin Reichardt sprechen.

Mrosek rechnet damit, dass zwischen „150 und 200 Personen“ an der Veranstaltung teilnehmen werden. Zudem gibt es im Internet Hinweise, dass Rechtsextreme am Sonnabend eine Demo am Roßlauer Bahnhof planen. (mz/dop/sal)