Lkw-Unfälle vermeiden

Lkw-Unfälle vermeiden: Verkehrsminister fordert in Dessau-Roßlau mehr Kontrollen und härtere Strafen

Dessau-Roßlau - Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Thomas Webel (CDU) fordert mehr Kontrollen und härtere Strafen gegen uneinsichtige Lkw-Fahrer. Das hat der Minister am Donnerstag bei einem Runden Tisch unter dem Motto „Lkw-Unfälle vermeiden“ in Dessau-Roßlau ...

15.03.2018, 13:36

Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Thomas Webel (CDU) fordert mehr Kontrollen und härtere Strafen gegen uneinsichtige Lkw-Fahrer. Das hat der Minister am Donnerstag bei einem Runden Tisch unter dem Motto „Lkw-Unfälle vermeiden“ in Dessau-Roßlau erklärt.

„Wir brauchen noch mehr Kontrollen und schärfere Sanktionen, wenn Fahrer gegen die Straßenverkehrsordnung verstoßen und vor allem Sicherheitsabstände nicht einhalten“, betonte der Minister vor der Expertenrunde und der Presse.

Lastwagen waren 2016 an 14,4 Prozent aller Unfälle in Sachsen-Anhalt beteiligt. Auf Autobahnen betrug der Anteil der Lkw-Beteiligung allerdings 42,7 Prozent. Bei fast drei Viertel der Unfälle war der Lastwagenfahrer der Verursacher. Die Zahl der Lkw-Unfälle auf Autobahnen stieg von 2012 bis 2016 von 1.764 auf 2.026. 2016 kamen bei diesen Unfällen 13 Menschen ums Leben. Unfälle mit Lastwagen verlaufen häufig besonders schwer

Unfallforscher Siegfried Brockmann fordert, dass die Politik schneller auf technischen Fortschritt reagiert

Insgesamt sei die Technik in den Fahrzeugen und besonders für  Lkw schon deutlich weiter, als es der Gesetzgeber bislang vorsieht. Würde dieser schneller regieren, könnte die Gefahr durch Unfälle deutlich eingegrenzt werden. „So könnten viele der jährlich etwa 300 schweren Lkw-Unfälle mit Toten und Schwerverletzten verhindert, oder zumindest gemildert werden“, erklärte der Leiter der Unfallforschung der Versicherer, Siegfried Brockmann.

Neben dem Minister waren auch Unfallforscher, Lkw-Sicherheitstechniker, Vertreter von ADAC, DEKRA und Landesverkehrswacht, Beamte der Autobahnpolizei sowie der Geschäftsführer des Verkehrsgewerbeverbandes von Sachsen-Anhalt beim Runden Tisch in Dessau-Roßlau vertreten. (mz/dpa)