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Feierstunde und Gottesdienst in Dessau Feierstunde und Gottesdienst in Dessau: Fürsten wieder in der Marienkirche

19.03.2015, 10:53
Blick in die Altargruft der Marienkirche.
Blick in die Altargruft der Marienkirche. Ruttke Lizenz

Dessau - Die evangelische Landeskirche Anhalts und die Stadt Dessau-Roßlau erinnern am Sonntag mit einer Feierstunde in der Dessauer Marienkirche an die kürzlich erfolgte Umbettung sterblicher Überreste von Mitgliedern des Hauses Anhalt in die Marienkirche. Damit finden die 1968 in den Trümmern der Kirche geborgenen Gebeine wieder ihren Platz am ursprünglichen Ort ihrer Bestattung.

Ein Teil der Särge war 1968 aus der einstigen Stadt- und Schlosskirche geborgen worden, weil dem Vandalismus in der 1945 im Zweiten Weltkrieg zerstörten Kirche nicht anders Einhalt geboten werden konnte. Sie wurden seinerzeit in Absprache mit dem damaligen Rat der Stadt und dem zuständigen Pfarrer von St. Johannis und St. Marien, Alfred Radeloff, in die Beerenhorstsche Gruft am Friedhof I umgebettet.

Beschädigten Särge

Im Dezember 2014 wurden die teils beschädigten Särge dort erneut geborgen. Die sterblichen Überreste befinden sich inzwischen in neuen Särgen in der Altargruft der Marienkirche, wo sich am Sonntag, 17 Uhr mit einem Gottesdienst der Kreis schließen soll.

Wie die Stadtverwaltung mitteilt, wird in der öffentlichen Feierstunde an die Umstände, die zur Umbettung führten, erinnert. Anschließend wird die Wiederbeisetzung mit einem evangelischen Gottesdienst gefeiert. Es predigt der Kirchenpräsident der Evangelischen Landeskirche Anhalts, Joachim Liebig. Die anschließende Begehung der Gruft ist an diesem Tag der Familie Anhalt und Sponsoren vorbehalten. Für die Öffentlichkeit besteht die Möglichkeit, die Gruft am Sonntag, 29. und Montag, 30. März, von 14 bis 17 Uhr zu besichtigen. (mz)