Drückjagd in Dessau-Roßlau

Drückjagd in Dessau-Roßlau: Jäger erlegen 250 Wildschweine

Dessau-Roßlau - Mit einer üppigen Strecke konnten am Wochenende zahlreiche Jagden rund um Dessau-Roßlau beendet werden. Zusammenfassend sprach Kreisjägermeister Michael Mitsching von insgesamt gefallenen 250 Stück Schwarzwild, über 50 Stück Rehwild und 15 Exemplaren Rotwild.

Von Silvia Bürkmann

Mit einer üppigen Strecke konnten am Wochenende zahlreiche Jagden rund um Dessau-Roßlau beendet werden. Zusammenfassend sprach Kreisjägermeister Michael Mitsching von insgesamt gefallenen 250 Stück Schwarzwild, über 50 Stück Rehwild und 15 Exemplaren Rotwild.

Der Jagdruf war zu früher Stunde erklungen. „Frisch auf zur Jagd! Vorbei die Nacht - lasst uns jetzt jagen!“; so die Wortfassung des Leitsignals, mit dem Weidmänner und -frauen traditionell zur Jagd gerufen werden.

Und die Leute in grüner Tracht nahmen auf verschiedenen Waldflächen bei Ansitzdrückjagden vor allem die Schwarzkittel ins Visier, um die überbordende Wildschweinpopulation in der Region auszudünnen.

Die Wildschweinjagd startete am Freitag

Gejagt wurde auf den beiden Naturerbeflächen „Kühnauer Heide“ und „Roßlauer Elbauen“ mit je rund 100 Schützen vom Bundesforstbetrieb „Mittelelbe“. Bereits am Freitag hatte Revierförster Oliver Habelitz zwischen Bergensbusch und Aken 96 Jäger begrüßt. Und diese konnten in den Waldflächen neben der Landesstraße 63 insgesamt 99 Wildschweine und 28 Rehe erlegen. „Vielleicht runden sich die Zahlen bei der Nachsuche noch auf 100 und 30“, sagte ein sehr zufriedener Förster und Jäger Habelitz am Freitagabend nach Sonnenuntergang.

Am Sonnabend stiegen dann neben der Bundesforst auf den Flächen in den Roßlauer Elbauen auch Jäger auf Flächen vom Landesforstbetrieb Sachsen-Anhalt zwischen Haideburg und Lingenau und des WWF Deutschland im Saalberghau bei Kühnau auf die Ansitze.

In den Roßlauer Elbauen wurden dabei etwa 65 Wildschweine, über 30 Rehe und im Revier Schlangengrube 14 Hirsche erlegt.

Weitere Jagdtermine noch bis Ende Dezember

Der Landesforstbetrieb übt schon seit Ende Oktober Bewegungsjagden aus. Wie Pressesprecherin Victoria Große vom Landesforstbetrieb Sachsen-Anhalt in Magdeburg mitteilte, werden die Jagdtermine im Umkreis Dessau-Roßlau voraussichtlich Ende Dezember abgeschlossen sein. Einzeltermine könnten im Januar nur noch zur Erfüllung der vorgegebenen Abschusspläne notwendig werden.

„Mit dieser beachtlichen Strecke am Wochenende haben die Jäger vielleicht ein bisschen Druck vom Stadtgebiet Dessau-Roßlau nehmen können“, sagte Kreisjägermeister Mitsching und bilanzierte insgesamt eine ordentliche, störungsfreie Jagd. „Das Wetter hat prima mitgespielt und die Jäger sind sehr diszipliniert und umsichtig vorgegangen. Dafür herzlichen Dank und herzlichen Glückwunsch: Weidmannsdank!“

Normale Besucher mussten dem Wald fernbleiben

Für die notwendige Warnhinweise an öffentlichen Straßen und Wegen hatten die Forstbetriebe vor Ort gesorgt. Auf den angrenzenden Straßen waren während der Jagden Tempo-Reduzierungen beantragt und von den Verkehrsbehörden angeordnet worden.

Für Besucher war am Sonnabend in den bejagten Wäldern ein Betretungsverbot verhängt worden. „Es ist nichts passiert - alle sind gesund und heil nach Hause gekommen“, war der Kreisjägermeister am Sonntag glücklich. Da waren nur noch einige Jäger und Förster durch die eigenen Revieren gestreift. Für diese Nachsuche wurden geprüfte Hunde eingesetzt. Diese Schweißhunde folgen den Spuren möglicherweise verletzter und nicht gleich aufgefundener Tiere. (mz)