Dessau-Roßlau

Dessau-Roßlau: Berühmte Köpfe neu interpretiert

DESSAU/MZ. - Das Jahr war prall gefüllt mit Ausstellungen und Lesungen. Da wollten Christine und Olaf Rammelt eigentlich für das Weihnachtsfest nichts Großes mehr angehen. Nur eine "kleine Sache" war geplant, ein Kalender für den Hausgebrauch sozusagen. "Doch irgendwie wurde wieder mehr draus", stellt Olaf Rammelt fest und sieht dabei durchaus zufrieden ...

Von SYLKE KAUFHOLD

Das Jahr war prall gefüllt mit Ausstellungen und Lesungen. Da wollten Christine und Olaf Rammelt eigentlich für das Weihnachtsfest nichts Großes mehr angehen. Nur eine "kleine Sache" war geplant, ein Kalender für den Hausgebrauch sozusagen. "Doch irgendwie wurde wieder mehr draus", stellt Olaf Rammelt fest und sieht dabei durchaus zufrieden aus.

Was er in diesen Tagen an die Druckerei geben wird, ist ein Kalender - aber einer, der mehr ist als ein reiner Zeitführer durch das Jahr. "Anhalt 800" ist er überschrieben. Zwölf Gesichter zeigt der Kalender, Gesichter von berühmten Persönlichkeiten, die in der Vergangenheit die Region Anhalt maßgeblich geprägt haben. "Wir geben mit unserem Kalender dem Anhalt-Jubiläum ein Gesicht", freut sich der Schöpfer dieser Gesichter nun doch über sein neuestes Werk.

Zwölf grafische Blätter hat der Kunstmaler Rammelt gestaltet. Nach Büchern, Kunstdrucken und Büsten malte er seine Porträts von Berühmtheiten Anhalts wie Martin Luther, Johann Sebastian Bach, Zarin Katharina I, Johann Friedrich

Naumann, Fürst Leopold und anderen. "Es hat mir einen unheimlichen Spaß gemacht, mich mit den Biografien auseinander zu setzen und dabei meine ganz eigene Interpretation der Persönlichkeiten zu finden, die sich in meinen Porträts widerspiegelt", erklärt Olaf Rammelt seine Arbeit. Entstanden sind auf diese Weise völlig neue Porträts von alten Bekannten, die dem Betrachter durchaus viel Neues über den Porträtierten verraten.

So hat er Katharina die Große mit dem jungen Gesicht der Prinzessin von Anhalt-Zerbst und gekleidet im Zarenkostüm dargestellt. Im Hintergrund ist der Ausschnitt eines Briefes von ihr. Auch für Johann Sebastian Bach hat Rammelt eine Darstellung gefunden, "wie ihn keiner kennt, die ihn aber gut trifft".

Was also als "kleine Idee" seinen Anfang nahm, könnte sich durchaus zum offiziellen Präsent des Anhalt-Jubiläums mausern. Das erste Feedback jedenfalls sei "überraschend positiv und groß" gewesen, stellte Olaf Rammelt erfreut fest. Sogar Oberbürgermeister Klemens Koschig habe schon einige Exemplare bestellt. Etwa 140 Vorbestellungen liegen inzwischen im Rammeltschen Atelier vor. "Bis Freitag warte ich weitere Vorbestellungen ab, dann entscheide ich über die Auflagenhöhe." Wer also die anhaltischen Persönlichkeiten in einer Interpretation von Olaf Rammelt für Haus, Büro oder als Geschenk erwerben möchte, sollte dies (vor allem bei größerer Stückzahl) dem Künstler ruhig mitteilen.

Erhältlich ist der Kalender im Atelier Rammelt, Franz-Mehring-Straße 14, im Hein-Verlag und in der Thalia-Buchhandlung. Er kann auch per E-Mail bestellt werden unter info@federedition.de. Der Preis beträgt 15 Euro.

Am 2. Advent-Wochenende sowie am dritten Advent-Sonntag öffnen Olaf und Christine Rammelt ihr Atelier zum "Schöne Geschenke auswählen bei Kerzenschein". Auch hier wird der Kalender erhältlich sein.