Blutspenden in Dessau-Roßlau Blutreserven in Dessau-Roßlau werden knapp - DRK ruft zum Spenden auf
Durch Schnee und Glätte mussten viele Blutspendetermine abgesagt werden. Doch der Bedarf ist trotzdem da.

Dessau-Roßlau/MZ. - Der Blutspendedienst des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) für Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Oldenburg und Bremen (NSTOB) ruft die Bevölkerung mit Nachdruck zur Blutspende auf. Die aktuelle Versorgungslage mit Blutpräparaten ist sehr angespannt und droht sich weiter zu verschärfen, heißt es in einer Pressemitteilung des DRK. Winterwetter, Infektwelle und ein schwacher Jahresstart beim Spendeaufkommen treffen gleichzeitig auf einen unverändert hohen Blutbedarf der medizinischen Einrichtungen.
In den vergangenen Tagen mussten zahlreiche Blutspendetermine aufgrund von Schnee und Eis kurzfristig abgesagt werden. Viele der durchgeführten Termine waren deutlich geringer besucht als üblich. Parallel führt eine starke Grippe- und Erkältungswelle dazu, dass viele potenzielle Spenderinnen und Spender vorübergehend nicht spenden können. Bereits zu Jahresbeginn war das Spendenaufkommen deutlich zu niedrig, unter anderem durch Feiertage und reduzierte Terminangebote.
Vorräte an Blut gehen zurück
Die Folgen sind spürbar: Die Vorräte gehen zurück, die Lagerreichweiten schrumpfen und einige Blutgruppen liegen aktuell bei lediglich 1,5 Tagen. Blutpräparate sind nur begrenzt haltbar und können nicht auf Vorrat produziert werden. Mehrere Tage mit zu wenigen Spenden wirken sich unmittelbar auf die Versorgung aus.
„Die Situation ist ernst. Die Krankenhäuser benötigen täglich Blut für Operationen, Notfälle, Krebstherapien und die Behandlung chronisch kranker Menschen. Diese Versorgung darf nicht ins Wanken geraten“, erklärt der DRK-Blutspendedienst. „Blutspenden lassen sich nicht aufschieben. Was heute nicht gespendet wird, fehlt morgen in den Kliniken.“
Mehr Menschen müssen Blut spenden
Der DRK-Blutspendedienst NSTOB trägt Sorge für einen sinnvollen Umgang mit den knappen Beständen. Eine nachhaltige Stabilisierung der Versorgung ist jedoch nur möglich, wenn kurzfristig deutlich mehr Menschen Blut spenden. Das DRK appelliert daher eindringlich an alle gesunden und spendefähigen Bürgerinnen und Bürger, jetzt Verantwortung zu übernehmen und zeitnah einen Blutspendetermin wahrzunehmen. Schon wenige Tage mit hoher Spendenbereitschaft können entscheidend dazu beitragen, die Versorgungslage wieder zu entspannen.
Kommende Termine sind am Mittwoch von 7 bis 12 Uhr, am Donnerstag, 15. Januar, von 8 bis 17 Uhr, am Freitag, 16. Januar, von 8 bis 15 Uhr, am Montag, 19. Januar, von 8 bis 17 Uhr und am Dienstag, 20. Januar, von 8 bis 15 Uhr, jeweils im Altener Damm 50 in Dessau.