Ehemaliger Umweltminister verstorben Chemiepark Bitterfeld-Wolfen würdigt Klaus Töpfer: „Region ist ihm zu großen Dank verpflichtet“
Klaus Töpfer ist am vergangenen Samstag gestorben. Auch in der Bitterfelder Region hat er tiefe Spuren hinterlassen, wie der Chemiepark Bitterfeld-Wolfen in einem Nachruf auf Töpfer würdigt.

Bitterfeld/MZ. - Klaus Töpfer ist am vergangenen Samstag gestorben. Er war von 1987 bis 1994 CDU-Umweltminister im Kabinett Helmut Kohls und in dieser Rolle direkt nach der Wende aktiv an der politischen Antwort auf Umweltprobleme in Ostdeutschland beteiligt. Auch in der Bitterfelder Region hat er tiefe Spuren hinterlassen, wie der Chemiepark Bitterfeld-Wolfen in einem Nachruf auf Töpfer würdigt.
„Die durch Chemieindustrie und Kohleabbau geprägte Region Bitterfeld-Wolfen ist Dr. Klaus Töpfer zu großem Dank verpflichtet“, heißt es darin. Klaus Töpfer sei es zu verdanken, „dass Neuansiedlungen nicht auf der grünen Wiese geplant wurden, während kontaminierte Flächen liegenblieben.“
Doch worin bestand sein Beitrag konkret? „Seine Idee sah die schrittweise Sanierung der Flächen vor. Die Region wurde so schnellstmöglich wieder konkurrenzfähig.“ Damit habe Töpfer die Sorge der Bürger ernst genommen, das Image ihrer Stadt „als ökologischer Schandfleck“ nie wieder loszuwerden, was in der Konsequenz keine Investoren, keine Arbeit und keine Zukunft bedeutet hätte.
„Insbesondere verbindet unsere Region seinen Namen mit der Errichtung des hochmodernen Gemeinschaftsklärwerks Bitterfeld-Wolfen, welches die Voraussetzung für die Ansiedlung von Unternehmen bildete und heute, dank seiner Technologie wegweisend für die Zukunft des Standorts ist.“ Doch damit nicht genug: „Zu seinen Verdiensten gehört neben dem Einbezug Bitterfelds in die Weltausstellung Expo 2000 auch die Einrichtung der Bildungsstätte ,Haus am See‘ in Schlaitz, welche durch die von ihm initiierte ‚Bundesstiftung Umwelt‘ Förderung erfuhr.“ Töpfer wurde 85 Jahre alt.