Aus für Solibro in Thalheim

Aus für Solibro in Thalheim: 180 Beschäftigte sollen zum 1. November gekündigt werden

Thalheim - Über 180 Beschäftigte der Solibro GmbH im Thalheim werden höchstwahrscheinlich zum 1. November ihren Job verlieren. Das hat die Gewerkschaft IG Metall am Donnerstagabend mitgeteilt.

Blick in die Produktion Michael Lange Hamburg

Über 180 Beschäftigte der Solibro GmbH im Thalheim werden höchstwahrscheinlich zum 1. November ihren Job verlieren. Das hat die Gewerkschaft IG Metall am Donnerstagabend mitgeteilt.

Die Gewerkschaft bezieht sich dabei auf eine Aussage des vorläufigen Sachwalters Henning Schorisch aus Halle, der den Mitarbeiten die Einstellung des Geschäftsbetriebes verkündet habe. Mangels Liquidität bleibe ihm nichts anderes übrig.

Gewerkschaft: Ein gut funktionierender Betrieb wurde gegen die Wand gefahren

„Bis zuletzt hatten Betriebsrat, IG Metall und Belegschaft auf eine andere Lösung gehofft“, heißt es von Seiten der Gewerkschaft. „Dies ist eine Katastrophe für den Solarstandort und für die Kolleginnen und Kollegen. Für uns ist es absolut unverständlich, dass die Geschäftsführung einen gut funktionierenden Betrieb mit einem solch hervorragenden Produkt so gegen die Wand gefahren hat“, wird Lars Buchholz von der IG Metall Halle-Dessau zitiert.

Der vom Sachwalter angeschobene Verkaufsprozess wird laut IG Metall weitergeführt

Eine Hoffnung bleibt allerdings noch: Der vom Sachwalter angeschobene Verkaufsprozess wird laut IG Metall weitergeführt, dies könne noch zur Fortführung von Geschäftsbetrieb und Produktion führen.

Bereits 2018 war in der Solibro GmbH, die 2012 vom chinesischen Konzern Hanergy übernommen worden war, für ein dreiviertel Jahr Kurzarbeit angesagt. Der Wunsch der Mitarbeiter, dass es in diesem Jahr besser laufen möge, ist von Anfang an ein Wunsch geblieben.

Seit 2008 produziert die Solibro GmbH am Standort in Thalheim Solarmodule im Dünnschichtverfahren. Die schicken schwarzen Module aus Thalheim gehören zu den effizientesten Produkten ihrer Art. (mz)