Bauaufsicht des Kreises reagiert nicht

Bauaufsicht des Kreises reagiert nicht: Fischerstraße in Alsleben bleibt gesperrt

Alsleben - Alslebener müssen auf lange Sicht mit Verkehrsbehinderungen leben.

Von Carsten Roloff

Die Alslebener müssen weiterhin im Zick-Zack-Kurs mit dem Auto durch ihre Stadt fahren. Die Fischerstraße ist immer noch dicht. Dabei hatte Markus Meyer, Sachgebietsleiter für Rechtliche Bauaufsicht, in der vergangenen Woche gegenüber der MZ verlauten lassen, dass die Sperrung am vergangenen Freitag aufgehoben werden soll.

Bürgermeister Reinhard Schinke ist nicht verwundert

Die Realität sieht anders aus, wobei sich Alslebens Bürgermeister Reinhard Schinke (CDU) darüber nicht wundert. „Für mich war klar, dass die Sperrung verlängert wird, denn an der Sachlage hat sich nichts geändert.

Es ist weiterhin Gefahr in Verzug“, sagte der Bürgermeister am Rande einer Ausschuss-Sitzung. „So lange sich der Denkmalschutz sträubt, kann kein Abriss des einsturzgefährdeten Gebäudes erfolgen, obwohl wir bereits vor vier Jahren den Antrag für diese Maßnahme gestellt haben“, so Schinke weiter.

Bei den Alslebenern nehmen die Zweifel langsam zu, ob sich der Erhalt des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes aufgrund der maroden Bausubstanz überhaupt noch lohnt. „Sachsen-Anhalt hat mehr Baudenkmäler als ganz Frankreich“, meinte Anne Krüger vom Alslebener Bürgerverein, die darauf hofft, dass ein Fernsehbeitrag bei den Verantwortlichen der Kreisverwaltung entsprechende Wirkung zeigt.

Ein Kamerateam des Mitteldeutschen Rundfunks filmte am vergangenen Donnerstag in Alsleben die Bauruine in der Fischerstraße 1. Der entsprechende Beitrag soll noch im März im mdr ausgestrahlt werden. (mz)