Pflanzaktion in Aschersleben

Pflanzaktion in Aschersleben : Bald Blütenteppiche an 27 Stellen

Aschersleben - Mit so vielen Helfern haben die Organisatoren der Pflanzaktion nicht gerechnet. „120 war unser Wunsch, aber es sind an die 230 Helfer. Einfach toll“, sagt Andre Könnecke, Vorsitzender des Verschönerungsvereins. Es sei aber auch ein Zeichen der Ascherslebebner, dass ihnen die Stadt am Herzen liegt und sie einen Beitrag leisten wollen, sie lebenswert zu ...

Von Thorsten Köhler 28.10.2019, 10:03

Mit so vielen Helfern haben die Organisatoren der Pflanzaktion nicht gerechnet. „120 war unser Wunsch, aber es sind an die 230 Helfer. Einfach toll“, sagt Andre Könnecke, Vorsitzender des Verschönerungsvereins. Es sei aber auch ein Zeichen der Ascherslebebner, dass ihnen die Stadt am Herzen liegt und sie einen Beitrag leisten wollen, sie lebenswert zu machen.

„Mich haben viele angesprochen, dass es noch viele Flächen gibt, die verschönert werden könnten. Ich kann mir durchaus vorstellen, im kommenden Jahr eine ähnliche Aktion zu starten“, so Könnecke.

Pflanzaktion in Aschersleben: „Meckern kann jeder, wir machen was“, sagt Shannon von der Adam-Olearius-Schule

Vereine, Familien und Einzelpersonen - aller Altersgruppen - haben die Aktion unterstützt, die vom Bauwirtschaftshof fachmännisch begleitet wurde.

Die achtjährige Lorina aus Gatersleben war mit ihrer Oma in der Promenade dabei. „Eigentlich wollte ich nur beim Zählen helfen, aber ich habe auch mit gegraben“, erzählt sie.

Shannon (11), die die Adam-Olearius-Schule besucht, und ihr Vater hatten sogar noch Werkzeug mitgebracht. „Ich habe von der Aktion in der Zeitung gelesen. Die Stadt liegt mir am Herzen. Da muss man was tun. Meckern kann jeder, wir machen was“, meint er.

Religionslehrer Lars Bremer wurde von einigen Schüler der sechsten Klasse begleitet. „Im Unterricht ist gerade das Wunder des Wachsens ein Thema. Da ist das hier eine gute Ergänzung“, schildert er.

„Die Teilnahme hat die Erwartungen weit übertroffen. Die Ascherslebener engagieren sich und packen mit zu“, bilanziert Matthias Poeschel, Vorstand der Aschersleber Kulturanstalt, der sich zudem freuen würde, wenn sich solche Aktionen etablieren. Und angesichts des bürgerlichen Engagements wandelte er den Slogan „EineStadt - dein Museum“ kurzerhand in „EineStadt - deine Bürger“ um.

Hilfe auch mit einer Spende

Auch viele ältere Bürger, die körperlich nicht dazu in der Lage sind, wollen helfen. „Sie können das zum Beispiel mit einer Spenden beim Verschönerungsverin“, so Poeschel.

Schüler des Gymnasiums Stephaneum hatten am Freitag bei der Vorbereitung der Aktion geholfen. „Hier hat sich eine gute Zusammenarbeit entwickelt. Man spürt auch neue Impulse für Aschersleben“, schätzt Axel Wieczorek, stellvertretender Schulleiter des Gymnasiums ein. Sie bringe auch eine Identifikation mit der Stadt Aschersleben mit sich.

50.000 Blumenzwiebeln wurden am Sonnabend an 27 Stellen im Ascherslebener Stadtgebiet in die Erde gebracht - unter anderem auf der Herrenbreite, auf den Eine-Terrassen, im Promenadenring, an der Pferdeeine, in der Hecklinger und Güstener Straße, der Staßfurter Höhe, in der Lindenstraße und auf dem Kreisverkehr am Friedhof Schmidtmannstraße.

Einheitlich bunter Blütenteppich in der Stadt

Die Narzissen-Frühblüher, die schnell und gut wachsen, sollen Aschersleben im kommenden Frühjahr - dem zehnten Jahr nach der Landesgartenschau - in einen einheitlichen bunten Blütenteppich hüllen.

Weil sich so viele Helfer beteiligten, war die Pflanzaktion schon eher zu Ende. Sie konnten sich anschließend einen Kaffee oder Suppe aus der Gulaschkanone auf dem Holzmarkt schmecken lassen.

Im kommenden Jahr soll dann im Stadtpark an Deutschlands größter Schattenstaudenpflanzung gearbeitet werden. Zehn Jahre nach der Laga ist hier einiges an Pflanzungen zu erneuern. Dafür wird wieder die Unterstützung vieler freiwilliger Helfer gebraucht. (mz)