Neue Tarife Busfahren in und um Aschersleben wird teurer: Regionalverkehrsverbund Marego zieht die Preise an
Ab 1. August 2025 wird das Fahren mit Bus und Bahn im Salzlandkreis teurer. Wie die Erhöhungen genau ausfallen.

Salzlandkreis/MZ - Zum 1. August 2025 passen die Verkehrsunternehmen im Magdeburger Regionalverkehrsverbund Marego, zu denen auch die Kreisverkehrsgesellschaft Salzland gehört, ihre Fahrpreise an. Dieser Schritt ist einer Mitteilung des Verkehrsverbundes zufolge notwendig, um das bestehende Angebot auch künftig in gewohnter Qualität und Verlässlichkeit sicherzustellen.
Gestiegene Energie-, Personal- und Instandhaltungskosten können von den Verkehrsunternehmen nicht mehr vollständig aufgefangen werden, heißt es. Die durchschnittliche Preisanpassung beträgt im Schnitt 4,7 Prozent.
Neue Fahrkarten
Die Preiserhöhungen werden im gleichen Maße über alle Fahrkartenarten verteilt. Hierzu führt Marcel Czarnecki, Geschäftsführer des Verkehrsverbundes, aus: „Wegen der Ausgleichsregeln des Deutschland-Tickets müssen wir auch Preise von Produkten anpassen, die nicht mehr stark nachgefragt werden, wie beispielsweise die Monatskarten in höheren Preisstufen. Für die große Mehrheit unserer Fahrgäste ändert sich jedoch nichts: Rund 90.000 Kunden mit einem Deutschland-Ticket sind von der Preiserhöhung nicht betroffen. Die übrigen circa 25.000 Marego-Abonnenten bezahlen künftig durchschnittlich um 1,60 Euro mehr pro Monat.“
Im Salzlandkreis kostet die 24-Stunden-Karte in der Preisstufe N dann 3,30 Euro (aktuell 3 Euro), sie ist trotzdem günstiger als zwei Einzelfahrten – hier steigt der Preis von 1,80 Euro auf 1,90 Euro pro Fahrt. Die Fahrten in weiteren Preis- bzw. Entfernungsstufen werden ebenfalls teurer. Gute Nachrichten gibt es für die älteren Kunden: Die Verkehrsunternehmen haben entschieden, den Preis der Senioren-Abo-Monatskarte in der verbundweiten Variante nicht anzupassen. Dieser bleibt bei 60 Euro.
Alte Karten bleiben vorerst gültig
Die positiven Erfahrungen mit der Premium-Abo-Monatskarte haben Marego dazu veranlasst, die Mindestvertragslaufzeit aller Abo-Produkte von bislang zwölf auf nur noch drei Monate zu verkürzen. Damit wolle man mehr Flexibilität für Fahrgäste bei gleichzeitig vollem Leistungsumfang schaffen. Besonders attraktiv seien die vielen Zusatznutzen der Premium-Abos: So ist die Abo-Karte übertragbar und erlaubt die kostenfreie Mitnahme von bis zu drei Kindern unter 15 Jahren. An Wochenenden und Feiertagen gelten die Zusatznutzen sogar verbundweit.
Damit sich alle Fahrgäste auf die anstehenden Änderungen zum 1. August einstellen können, gelten Übergangsregeln. Fahrkarten, deren Preise nicht angepasst werden, gelten unverändert weiter. Fahrkarten zum alten Tarif behalten bis 31. Oktober 2025 ihre Gültigkeit und können wie gewohnt weiter genutzt werden. Ohne Bearbeitungsgebühr können Fahrgäste ihre Fahrkarten zum alten Preis innerhalb des ersten Monats nach der Preisanpassung zurückgeben.