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EngagementAscherslebener spendet seiner Heimatstadt sieben Schnurbäume

Ein über 80-jähriger Mann aus Aschersleben will der Stadt etwas Gutes tun und spendet dem Friedhof mehrere Bäume - will aber anonym bleiben.

Von Kerstin Beier 22.11.2022, 12:00
Ein Spender schenkt der Stadt sieben Schnurbäume.
Ein Spender schenkt der Stadt sieben Schnurbäume. (Foto: Holger Dietrich)

Aschersleben/MZ - Ein Ascherslebener, der anonym bleiben möchte, hat dem Friedhof an der Schmidtmannstraße sieben Schnurbäume geschenkt. Die Bäume sind jetzt mit Unterstützung der Mitteldeutsche Baumschulen GmbH, Reinstedt gepflanzt worden.

„Wir freuen uns sehr über dieses Engagement, sieben Bäume in dieser Größe sind schon eine Hausnummer“, sagt Holger Dietrich, Bereichsleiter für die Grünflächen beim Bauwirtschaftshof. Die schönen Bäume haben in der ehemaligen Birkenallee einen Platz gefunden. Weil die Birken mit dem Klima nicht mehr zurechtkommen, sollen sie nach und nach durch die robusteren Schnurbäume ersetzt werden.

Sieben Bäume in dieser Größe sind schon eine Hausnummer.

Holger Dietrich, Bauwirtschaftshof

Der Spender, ein über 80-jähriger Ascherslebener, begrüßt das Konzept, den großen und alten Friedhof nicht allein als letzte Ruhestätte zu sehen, sondern ihn gleichzeitig parkähnlich zu gestalten. Vor der Entscheidung hat er den Kontakt zu Dietrich gesucht, ließ sich die Pläne erläutern und entschied sich spontan, der Stadt gleich mehrere Bäume zu spendieren.

Er wolle etwas tun für das Grün in seiner Heimatstadt, habe er mitgeteilt, und sich sein Leben lang nicht mit halben Sachen abgegeben. Wenn er etwas macht, so erinnert sich Dietrich an das Gespräch, „dann gleich richtig“. Er wolle dabei aber lieber im Hintergrund bleiben, machte der Spender deutlich.