Warnung vor AfD

Warnung vor AfD: Zentrum für politische Schönheit will mit Panzer vor Dresdner Landtag

Dresden - Das für umstrittene Kunstaktionen bekannte „Zentrum für politische Schönheit“ (ZPS) hat vor der sächsischen Landtagswahl angekündigt, vor der AfD zu warnen. Man wolle mit einem Panzer vor dem Dresdner Landtag auffahren, sagte der Leiter Philipp Ruch am ...

30.08.2019, 16:01
Panzer gibt es in Dresden eigentlich nur im Militärhistorischen Museum.
Panzer gibt es in Dresden eigentlich nur im Militärhistorischen Museum. dpa-Zentralbild

Das für umstrittene Kunstaktionen bekannte „Zentrum für politische Schönheit“ (ZPS) hat vor der sächsischen Landtagswahl angekündigt, vor der AfD zu warnen. Man wolle mit einem Panzer vor dem Dresdner Landtag auffahren, sagte der Leiter Philipp Ruch am Freitag.

Nach Angaben der Polizei ist die Aktion angemeldet. Ob der Panzer vor dem Landtag aufgebaut werden könne, sei aber unklar. „Dort steht jede Menge Übertragungstechnik“, sagte ein Sprecher. Zuständig sei die Stadt als Versammlungsbehörde. Dort wurde die Versammlung angezeigt. „Über mögliche Auflagen wurde noch nicht abschließend entschieden“, sagte eine Sprecherin.

Man wolle der AfD symbolisch den Krieg erklären, sagte Ruch. „Wir sehen die Aktion als Zeichen der wehrhaften Demokratie und der Zivilgesellschaft.“ Zuvor hatte die „Sächsische Zeitung“ online berichtet.
Laut Ruch soll der Panzer in der Nacht zum Sonntag vor dem Landtag platziert werden. „Der Panzer nimmt schon Kurs auf Dresden.“

ZpS fürchtet "letzte freie Wahlen" in Sachsen

Das Gefährt soll auf einem Tieflader in die sächsische Landeshauptstadt transportiert werden. Für den Fall, dass es die letzten freien Wahlen in Sachsen seien, wolle man vom Recht der Meinungsfreiheit Gebrauch machen.

Für die Landtagswahl am Sonntag wird mit einem deutlichen Erstarken der AfD gerechnet, die bei der letzten Landtagswahl mit 9,7 Prozent in das sächsische Landesparlament zogen. In den jüngsten Umfragen kam die CDU allerdings auf Werte zwischen 29 Prozent 31 Prozent - und hätte somit einen Vorsprung vor der AfD (25 Prozent).

Das Zentrum für Politische Schönheit sorgt immer wieder für Aufsehen. So hatten Aktivisten neben dem Haus des Thüringer AfD-Politikers Björn Höcke das Berliner Holocaust-Mahnmal nachgebaut. (dpa)