Die Ersten bekommen keinen mehr Salzwedeler Baumkuchen Weihnachten extrem gefragt: Hier kann er noch bestellt werden
Selbst in Japaliebt man die Spezialität aus dem Norden Sachsen-Anhalts. Der König aller Kuchen ist in der Adventszeit besonders beliebt: Doch nicht mehr überall zu bekommen.

Salzwedel. - Er steht bei vielen Deutschen zum Weihnachtsfest auf dem Tisch: ein originaler Salzwedeler Baumkuchen. Generationen kennen es nicht anders. Doch seit dem Internet-Hype steigt die Nachfrage um das kalorienreiche Schwergewicht. Und zwar dermaßen, dass selbst in der Altmark verzweifelte Rufe nach dem König aller Kuchen kommen.
Weihnachten ohne Baumkuchen? Für viele kaum vorstellbar.
„Bis Heiligabend um 13 Uhr gibt es bei uns welchen zu kaufen“, versichert Gerwald Wullschläger vom Café Kruse an der Holzmarktstraße in Salzwedel. Seine Baumkuchenbäcker würden alle Kundenwünsche erfüllen. Auch die in Gardelegen, wo er offenbar nicht mehr zu bekommen ist und darüber hinaus. Man müsse nur rechtzeitig bestellen. „Bis zum Freitag, 20. Dezember, muss die Bestellung eingegangen sein.“ Besser noch früher. „Das ist ohne Gewähr“, fügt er hinzu Die Paketdienste stünden dann auch unter besonderem Stress. Daher besser etwas früher bestellen. „Wir bemühen uns, alle Kundenwünsche noch vor dem Fest abzuarbeiten.“
Auch ohne Glasur gefragt
Besonders gefragt seien die 1- und 2-Ringer. „Das liegt am Preis.“ Meistens würden die Kunden Fondant und zartbitter nehmen. „Manche wollen ihn pur, ohne Glasur.“ Andere wiederum Vollmilchschokolade. „Jeder, wie er mag.“
„Wir liefern bis nach Japan.“ Die Feinschmecker am anderen Ende der Welt würden dann zwar mehr Geld fürs Porto als den eigentlichen Kuchen bezahlen. Das kümmere sie offenbar wenig. Hauptsache, originaler Baumkuchen aus Salzwedel steht auf dem Tisch.
Die meisten Bestellungen kommen jedoch aus dem deutschsprachigen Raum, so Gerwald Wullschläger. Schweiz, Österreich und allen voran aus der Bundesrepublik.
Salzwedeler Baumkuchen auf Weihnachtsmärkten in Braunschweig, Magdeburg und Potsdam
Mittlerweile decken sich wohl Kunden auf Weihnachtsmärkten mit dem Edelgebäck ein. In Magdeburg, Potsdam, Braunschweig und Delitzsch soll sich Berichten zufolge die Salzwedeler Spezialität sprichwörtlich wie geschnitten Brot verkaufen.
Schließlich will Weihnachten keiner ohne Baumkuchen dastehen.