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Drucker Drucker: Ohne Farbe die bessere Wahl

20.10.2003, 09:29
Alternative für Vielschreiber - Laserdrucker sind zwar in der Anschaffung teurer als ihre Tinten-Kollegen, bei den laufenden Kosten aber günstiger. (Foto: dpa)
Alternative für Vielschreiber - Laserdrucker sind zwar in der Anschaffung teurer als ihre Tinten-Kollegen, bei den laufenden Kosten aber günstiger. (Foto: dpa) Lexmark

Berlin/München/dpa. - Auch wenn die Verkaufszahlen von Digitalkameras immer neue Höhen erreichen und Fotodrucker fast zur Standardausrüstung eines PCs zu gehören: Viele Computernutzer können bei der Arbeit am Rechner ganz auf Farbe verzichten. Nicht Bildbearbeitung steht bei ihnen im Vordergrund, sondern das Schreiben von Texten, Briefen oder Rechnungen. Als Alternative zu Tintenstrahldruckern bieten sich ihnen Laserdrucker an, die mittlerweile auch für Heimanwender erschwinglich geworden sind.

«Verbraucher sollten sich vor dem Druckerkauf genau überlegen, für welchen Zweck sie einen Drucker brauchen», rät Bettina Horster, Pressesprecherin beim japanischen Druckerhersteller Kyocera-Mita mit Deutschlandsitz in Meerbusch bei Krefeld. «Laserdrucker arbeiten wesentlich schneller und günstiger als Tintenstrahldrucker», sagt Theo Reinerth, Pressesprecher beim Mitbewerber Brother mit Deutschlandsitz in Bad Vilbel bei Frankfurt. Zwar gibt es auch Farblaserdrucker, doch sind die rund 600 Euro teuren Geräte Reinerth zufolge nicht für den Fotodruck geeignet.

«Für jeden, der auf Farbe verzichten kann, lohnt sich der Kauf eines Laserdruckers», stellt Peter Knaack von der Stiftung Warentest in Berlin klar - auch wenn sie im Anschaffungspreis deutlich teurer als ihre Konkurrenten mit Tinte sind: Für weniger als 200 Euro sind allerdings kaum Geräte im Handel zu finden. «In der Preisklasse um 250 Euro haben Verbraucher aber eine große Auswahl», sagt Nicolai Kühn, Redakteur für Hardware bei der in München erscheinenden Fachzeitschrift «PC Professionell».

Eine Kombination der Merkmale zeigt den optimalen Einsatzbereich für Laserdrucker auf: Wer in kurzer Zeit viel Text und einfache Grafiken gestochen scharf drucken will, sollte sich einen Laserdrucker kaufen. «Die Summe der Eigenschaften ist das Kaufargument für einen Laser», sagt Reinerth von Brother.

Die Druckgeschwindigkeit mit bis zu 19 Seiten pro Minute ist rund doppelt so schnell wie bei handelsüblichen Tintenstrahldruckern. Gleichzeitig sind die Verbrauchskosten deutlich niedriger: «Laserdrucker haben einen durchschnittlichen Seitenpreis von unter zwei Cent», sagt Nicolai Kühn. Tintenstrahldrucker hätten dagegen mit vier bis fünf Cent pro Seite mehr als doppelt so hohe Kosten.

Interessenten sollten laut Reinerth versuchen, ihr Druckvolumen herauszufinden. So könnten sie ausrechnen, ab wann sich der höhere Anschaffungspreis und die niedrigen Folgekosten der Laser im Vergleich zu Tintenstrahldruckern rechnen. Kyocera-Mita gibt an, dass sich ab 50 Ausdrucken pro Woche ein Laserdrucker für Privatanwender rechnet.

Aber auch wer besonders wenig druckt, hat Warentester Knaack zufolge mit der Lasertechnologie die Vorteile auf seiner Seite: «Sie haben keine Probleme mit vertrockneter Tinte an den Druckköpfen.» Das Druckbild der Laserdrucker sei auch nach einer längeren Pause einwandfrei.

Die meisten Laserdrucker sind inzwischen mit einer USB-Schnittstelle ausgestattet, parallele Anschlüsse sterben dagegen aus. Für Windows-Betriebssysteme gehören die passenden Treiber immer zum Lieferumfang. Linux und Mac OS werden jedoch nicht immer unterstützt.

Soll der Drucker daheim das Arbeitsgerät für mehrere Personen und vor allem Rechner sein, sollte ein weiter Aspekt beachtet werden: die Drucksprachen. Viele Rechner an einem Drucker sind laut Kühn durch PCL (Printer Communication Language) besser realisierbar als mit GDI (Grafics Device Interface). PCL entlaste den Computer und benötige dank eigenem Hauptspeicher und Puffer keine Ressourcen des Arbeitsplatzrechners. PCL-Drucker seien aber deutlich teurer als GDI-Geräte. Laut Nicolai Kühn sind die meisten Heimanwender mit GDI-Druckern gut ausgerüstet.

Auch ökologische Gesichtspunkte werden zunehmend von den Herstellern beachtet: Nachdem gesundheitsschädigende Auswirkungen bis heute nicht nachgewiesen werden konnten, werden mittlerweile Toner und Drucker wieder verwertet. Bei Lexmark beispielsweise kann man beim Tonerkauf Geld sparen - man muss nur versprechen, dass man den Toner beim Hersteller wieder abgibt. «So spart man doppelt - bei den Druckkosten und der Umweltbelastung», erklärt Hardwareexperte Kühn.