Krieg in der Ukraine Ukrainischer Skeleton-Fahrer mahnt: Krieg nicht vergessen
Seit Olympia ist Wladyslaw Heraskewytsch ein berühmter Mann. Der Skeleton-Fahrer befürchtet, dass der Krieg in seiner Heimat in Vergessenheit gerät.

Kiew - Der ukrainische Skeleton-Fahrer Wladyslaw Heraskewytsch hat die Weltgemeinschaft davor gewarnt, die Auswirkungen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine zu vergessen. „Es gibt eine gewisse Kriegsmüdigkeit und die Berichterstattung über die Ukraine ist nicht mehr ganz oben auf der Prioritätenliste. Die Menschen bekommen nicht mehr mit, was hier jeden Tag geschieht“, sagte Heraskewytsch in einem Interview im „heute Journal Update“ des ZDF. Der Kriegsbeginn jährte sich am Dienstag zum vierten Mal.
Der 27 Jahre alte Heraskewytsch war bei den Olympischen Winterspielen in Italien kurz vor dem Start der Skeleton-Rennen disqualifiziert worden, weil er nicht auf seinen vom IOC untersagten Helm verzichten wollte. Der Kopfschutz zeigt die Bilder von mehr als 20 Sportlerinnen und Sportlern, die infolge des russischen Angriffskrieges in der Ukraine ums Leben gekommen sind.
Aktuell hält sich Heraskewytsch in seiner Heimat in Kiew auf. „Ich freue mich jedes Mal wieder zu Hause zu sein. Es gibt viele schöne Plätze überall auf der Welt, aber die Heimat ist eben die Heimat“, sagte der Ukrainer. Trotz der Kälte und der immer wieder ausfallenden Heizung habe er „einfach ein warmes Gefühl“, wenn er zu Hause sei.