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Ski alpin Ski-Star Vonn in Crans-Montana heftig gestürzt - Rennabbruch

Lindsey Vonn ist die große Favoritin auf Olympia-Gold. Doch just bei der Generalprobe für die Winterspiele stürzt die Amerikanerin. Hat sie sich dabei folgenschwer verletzt?

Von dpa Aktualisiert: 30.01.2026, 11:26
Lindsey Vonn rutscht nach ihrem Sturz in Crans-Montana langsam ins Ziel.
Lindsey Vonn rutscht nach ihrem Sturz in Crans-Montana langsam ins Ziel. Jean-Christophe Bott/KEYSTONE/dpa

Crans-Montana - Ski-Star Lindsey Vonn ist bei der Weltcup-Abfahrt von Crans-Montana heftig gestürzt. Die Amerikanerin kam bei dem Rennen in der Schweiz schon nach wenigen Fahrsekunden nach einem Sprung zu Fall und rutschte in ein Fangnetz. Die 41-Jährige, die beste Abfahrerin des Winters und Favoritin auf Olympia-Gold, stand erst zögerlich wieder auf, nachdem sich einige Betreuer um die Sportlerin gekümmert hatten. Vonn konnte dann zwar wieder mit Ski ins Ziel rutschen, hielt sich dabei aber mehrfach das linke Knie.

Unklar blieb zunächst, ob sie sich durch das Malheur bei der Olympia-Generalprobe das Gelenk verletzt hatte. Der US-Verband teilte mit, dass Vonn derzeit untersucht werde.

Nur drei von sechs Fahrerinnen im Ziel

Vonn war zur vorigen Saison mit einer Teilprothese im rechten Knie in den Weltcup zurückgekehrt. Sie wagte das Comeback mit dem großen Ziel, bei den Winterspielen in dieser Saison in Cortina d'Ampezzo noch einmal eine Medaille zu gewinnen.

In Crans-Montana im Kanton Wallis stand die letzte Abfahrt vor Olympia an. Schon vor Vonn, die mit Startnummer 6 in das Rennen ging, waren Nina Ortlieb aus Österreich und die Norwegerin Marte Monsen gestürzt.

Umstrittener Rennabbruch - Weidle-Winkelmann: „Lächerlich“

Unmittelbar nach Vonns Sturz und der darauffolgenden Fahrt eines Vorläufers entschied die Jury, das Rennen dann abzubrechen. Wie auf TV-Bildern zu sehen war, berichtete ein Vorläufer von schwierigen Bedingungen.

Fahrerinnen, die noch am Start standen, reagierten darauf mit Unverständnis. „Das ist lächerlich“, sagte die Deutsche Kira Weidle-Winkelmann. Vonns Teamkollegin und Weltmeister Breezy Johnson erinnerte daran, dass sie in diesem Winter schon bei schlechterer Sicht Rennen gefahren seien.

DSV-Chef spricht von „skifahrerischen Fehlern“

Wolfgang Maier, der langjährige Alpin-Chef und Sportvorstand im Deutschen Skiverband (DSV), sprach im ZDF von „individuellen, skifahrerischen Fehlern“, die zu den Stürzen führten. Er meinte, die Piste sei „nicht schlecht, aber nicht ganz gleichmäßig“ präpariert gewesen. Dieser „extremen Herausforderung“ seien die gestürzten Rennfahrerinnen nicht gerecht geworden.