Olympische Spiele in Tokio

Beckenschwimmerin Sarah Köhler vom SC Magdeburg holt erste Bronze-Medaille seit 2013 für Deutschland

28.07.2021, 07:57 • Aktualisiert: 28.07.2021, 08:39
Sarah Köhler aus der Trainingsgruppe des SC Magdeburg hält die Bronzemedaille bei der Siegerehrung.
Sarah Köhler aus der Trainingsgruppe des SC Magdeburg hält die Bronzemedaille bei der Siegerehrung. (Foto: Michael Kappeler/dpa)

Tokio/SID/MZ - Vize-Weltmeisterin Sarah Köhler hat mit deutschem Rekord die erste Olympia-Medaille der deutschen Beckenschwimmer seit 13 Jahren gewonnen. Die 27-Jährige von der SG Frankfurt, die beim SC Magdeburg in der Trainingsgruppe von Bernd Berkhahn trainiert, schlug im Finale über 1.500 m Freistil nach 15:42,91 Minuten als Dritte an und holte sich Bronze.

Das letzte Edelmetall hatte Doppel-Olympiasiegerin Britta Steffen 2008 in Peking gewonnen, danach gab es Nullnummern in London und Rio de Janeiro.„Ab 900 m tat es wirklich richtig weh. Dann ist es - wie für alle anderen auch - an einem gewissen Punkt ein Kampf gegen den inneren Schweinehund“, sagte Köhler im ZDF: „Aber ich wollte in diesem Finale unbedingt die Medaille. Ich habe einfach versucht, den Schmerz zu ignorieren.“

Gold ging an die Amerikanerin Katie Ledecky (15:37,34), die nach Niederlagen über 200 und 400 m ihren ersten Olympiasieg in Tokio feierte - und den sechsten insgesamt. Silber schnappte sich ihre Landsfrau Erica Sullivan.