Sieben Siege in Serie Sieben Siege in Serie: Das steckt hinter dem Erfolg der Saale Bulls

Halle (Saale) - Die Saale Bulls sind in der Eishockey-Oberliga das Team der Stunde. Das 6:3 bei den Crocodiles Hamburg am Sonntagabend war bereits der siebte Sieg in Folge. Als Tabellendritter sind die halleschen Eisbullen auf bestem Weg, sich den Heimvorteil für die erste Runde der Playoffs zu sichern. Aber was sind die Gründe für den derzeitigen Erfolgslauf? Die MZ zählt sie auf:
1. Gutes Kräfte-Management
Durch den coronabedingt späteren Saisonstart, erst im November ging es los, ist der Terminplan in der diesjährigen Oberligasaison knallhart. Momentan bestreiten die Bulls fast jede Woche drei Spiele. Obwohl auch noch immer wieder Spieler wegen Verletzungen ausfallen, in Hamburg fehlten fünf Profis, ist das Team erfolgreich.
Schlüssel ist das gelungene Kräfte-Management von Trainer Ryan Foster. „Dadurch, dass wir so viele Spiele haben, trainieren wir nur noch sehr dosiert“, erklärt der Austro-Kanadier. Länger als eine Stunde stehen die Spieler nicht auf dem Eis. An Tagen zwischen Spielen ist das Training sogar freiwillig. Regeneration ist entscheidend.
2. Ein starker Rückhalt
Im Eishockey kommt dem Goalie eine entscheidende Bedeutung zu. Spielt der Torhüter nicht gut, bestehen kaum Siegchancen. Gut für die Saale Bulls: Mit Sebastian Albrecht haben sie den derzeit stärksten Schlussmann der Liga in ihren Reihen. Der 30-Jährige entschärft 92,2 Prozent der gegnerischen Schüsse. Ligabestwert.
3. Offensive Paradereihe
Offensiv glänzt während der Siegesserie vor allem die erste Reihe der Saale Bulls, bestehend aus Kyle Helms, Lukas Valasek und Tatu Vihavainen. Das Trio schwärmt regelmäßig von der großen Chemie untereinander, harmoniert prächtig. In der internen Scorerliste der Bulls belegen Helms, Valasek und Vihavainen die ersten drei Plätze.
Vor allem der Finne überragt nach überstandener Knöchel-OP während des Erfolglaufs. 22 Torbeteiligungen sind Vihavainen während der sieben Siege geglückt. Eine sensationelle Bilanz.
4. Verbessertes Powerplay
In den ersten Saisonmonaten war das Powerplay noch eine große Baustelle bei den Bulls. In Überzahl strahlte das Team zu wenig Torgefahr aus. Das hat sich geändert. In den vergangenen fünf Spielen gelangen neun Powerplaytore. Inzwischen enden 22 Prozent der Überzahlsituationen mit einem Treffer. Das ist schon der viertbeste Ligawert.
Der Grund für die Steigerung: Coach Foster hat eine funktionierende Aufstellung gefunden. In Überzahl spielen jetzt die vier Stürmer Helms, Valasek, Vihavainen und Valtteri Hotakainen zusammen mit dem schussstarken Verteidiger Leon Fern. „Die Kombination passt“, freut sich Foster.
›› An diesem Dienstagabend empfangen die Bulls im Sparkassen Eisdom Erfurt (19 Uhr). (mz)