Halles Wasserspringer Timo Barthel

Erster Olympia-Matchball ist vergeben

Von Petra Szag
Timo Barthel (l.) und Patrick Hausding beim Weltcup in Tokio.
Timo Barthel (l.) und Patrick Hausding beim Weltcup in Tokio. (Foto: imago/Sven Simon)

Tokio - Das war haarscharf vorbei und tut deshalb sicher umso mehr weh: Halles Wasserspringer Timo Barthel hat beim Weltcup in Tokio den Olympiastartplatz in seiner ersten Disziplin verpasst. An der Seite von Patrick Hausding landete der Turmspezialist im Synchronspringen aus zehn Metern Höhe auf Platz sechs - mit 382,14 Punkten nur 1,29 Zähler hinter den Südkoreanern, die sich als Fünfte das letzte noch freie Ticket sicherten.

„Das war heute maximal knapp. Wäre auch nur eine einzige Wertung von einem Kampfrichter bei einem Sprung anders gewesen, wären wir jetzt bei Olympia“, sagte Cheftrainer Lutz Buschkow.

Timo Barthel im Einzelwettbewerb vom Turm gefordert

Die Entscheidung gegen das neuformierte deutsche Duo fiel tatsächlich erst im finalen Durchgang. Zwischenzeitlich hatten der erfahrene Exweltmeister Hausding und der als großes Talent gehandelte Barthel hinter Großbritannien und den USA auf Rang drei gelegen.

„Beim 3,5-fachen Salto rückwärts hatten sie einen groben Fehler, Patrick danach auch noch einmal beim 3,5-fachen Auerbach. Und in einer so engen Konkurrenz wird jeder Fehler sofort bestraft“, erklärte Buschkow auf der Homepage des Verbandes.

Viel Zeit, dem vergebenen ersten Matchball nachzutrauern, bleibt nicht. Im Einzelwettbewerb vom Turm am Montag und Dienstag muss Barthel mindestens ins Halbfinale der besten 18 kommen, um den Quotenplatz für Deutschland zu holen. (mz/dpa)