RBL in Lagos

RBL in Lagos: Palmen, Bauruinen und schnarchende Zimmergenossen

Lagos/Portugal - Ralf Rangnick kam gut gelaunt auf die Trainingsplätze des noblen Cascade Resort Hotels geschlendert, posierte für ein Selfie und wünschte den Beobachtern am Rande der Anlage mit Handschlag ein gutes neues Jahr. Danach drehte RB Leipzigs gut gelaunter Sportdirektor selbst seine Joggingrunden auf dem satten Grün der Anlage. Kein Zweifel, das mediterrane Klima an der portugiesischen Algarveküste ist im Vergleich zum nasskalten sächsischen Winter nicht nur der Trainingsqualität, sondern auch der Stimmung der Leipziger Bundesligakicker ...

Von Ullrich Kroemer und Martin Henkel 04.01.2017, 19:02
Die Spieler des Fußball-Erstligisten RB Leipzig, Davie Selke (l-r), Yussuf Poulsen und Dominik Kaiser gehen zum Sportplatz des Teamhotels in Lagos (Portugal).
Die Spieler des Fußball-Erstligisten RB Leipzig, Davie Selke (l-r), Yussuf Poulsen und Dominik Kaiser gehen zum Sportplatz des Teamhotels in Lagos (Portugal). dpa-Zentralbild

Ralf Rangnick kam gut gelaunt auf die Trainingsplätze des noblen Cascade Resort Hotels geschlendert, posierte für ein Selfie und wünschte den Beobachtern am Rande der Anlage mit Handschlag ein gutes neues Jahr. Danach drehte RB Leipzigs gut gelaunter Sportdirektor selbst seine Joggingrunden auf dem satten Grün der Anlage. Kein Zweifel, das mediterrane Klima an der portugiesischen Algarveküste ist im Vergleich zum nasskalten sächsischen Winter nicht nur der Trainingsqualität, sondern auch der Stimmung der Leipziger Bundesligakicker zuträglich.

RB Leipzig landet pünktlich und bezieht Quartier im Cascade Resort Hotel in Lagos

In Sichtweite des Atlantiks bereiten sich die Rasenballsportler in dem Urlauberort vor Palmen und Bauruinen auf die Rückrunde vor. Mit dem Duft von Meerwasser und Blüten in der Nase trainiert es sich bei angenehmen 17 Grad ungleich angenehmer als im winterlichen Leipzig. „Um gut zu arbeiten, ist es wichtig, dass man angenehmes Klima hat, damit wir alle Inhalte reinpacken können”, hatte Trainer Ralph Hasenhüttl am Dienstag vor der Abreise gesagt. Mit einem Lächeln auf dem Lippen sagte Kapitän Dominik Kaiser nach dem gut einstündigen Auftakttraining: „Nach den vergangenen Wochen, in denen es kalt war und die Sonne wenig zu sehen war, ist es klar, dass es heute richtig Bock gemacht hat.”

Während einige Berichterstatter wegen dichten Nebels stundenlang am Flughafen Lissabon festsaßen und später als geplant eintrafen, landeten die RB-Kicker per Direktflug pünktlich am Mittag und bezogen Quartier in der Fünf-Sterne-Herberge. Um 16 Uhr Ortszeit begann die erste Einheit des achttägigen Trainingslagers.

RB Leipzig im Trainingslager: Terrence Boyd und Zsolt Kalmar fallen mit Erkältung aus

Nicht mit auf dem Platz waren die erkälteten Ersatzspieler Terrence Boyd und Zsolt Kalmar; Timo Werner und Marcel Sabitzer waren ebenfalls noch leicht verschnupft und absolvierten genau wie Rani Khedira und Diego Demme, die über Fußschmerzen klagten, nur ein Lauftraining. Der noch immer angeschlagene Naby Keita übte ebenfalls wie Rekonvaleszent Lukas Klostermann individuell. Innenverteidiger Kyriakos Papadopoulos hingegen konnte nach seiner überraschenden Knieoperation genau wie Ken Gipson nach Knöchelbruch erstmals wieder mit der Mannschaft trainieren.

Hasenhüttl hatte vor dem Aufenthalt am Atlantik angekündigt, dass seine Spieler nach der kurzen Winterpause sofort voll belastet werden können und „fast nur mit dem Ball” trainieren werden. „Es ist keine lange Vorbereitung, wir müssen schauen, dass wir die Belastung richtig setzen. Die ersten drei Spielen gegen Frankfurt, Hoffenheim und Dortmund sind gleich richtige Knaller, da müssen wir auf den Punkt topfit sein, da muss man gleich Vollgas geben.”

RBL-Spielführer Kaiser: „Ab morgen geht es richtig zur Sache”

Spielführer Kaiser kündigte denn auch gleich an, dass es nach der ersten Akklimatisierung „ab morgen richtig zur Sache gehen” werde. Dabei stören könnte angesichts der Top-Bedingungen höchstens das gelegentliche Schnarchen von Kaisers Zimmernachbar Stefan Ilsanker. Aber Kaiser und Ilsanker sind mittlerweile ein erprobtes Trainingslagerduo, sodass auch die nächtliche Geräuschkulisse kein wirkliches Problem darstellen dürfte. (mz)