Stimmen zum Spiel

RB Leipzig: Matchwinner Sabitzer: „Dreckiger Sieg zum dreckigen Wetter”

Leipzig - Arbeitssieg für RB Leipzig: Der Vizemeister hat sich mit einem glanzlosen 1:0 (1:0)-Heimerfolg gegen den VfB Stuttgart am neunten Spieltag in der Spitzengruppe der Bundesliga etabliert. Die Stimmen zum ...

Von Ullrich Kroemer und Martin Henkel 21.10.2017, 18:41
Marcel Sabitzer (2.v.r.) war der Leipziger Matchwinner gegen den VfB Stuttgart.
Marcel Sabitzer (2.v.r.) war der Leipziger Matchwinner gegen den VfB Stuttgart. imago sportfotodienst

Arbeitssieg für RB Leipzig: Der Vizemeister hat sich mit einem glanzlosen 1:0 (1:0)-Heimerfolg gegen den VfB Stuttgart am neunten Spieltag in der Spitzengruppe der Bundesliga etabliert. Die Stimmen zum Spiel.

Ralph Hasenhüttl (Trainer RB Leipzig): „Wir haben uns heute wesentlich schwerer getan als in den Spielen davor. Das lag auch am Gegner. Durch den Ausfall von Bruma waren wir kurz vor dem Spiel gezwungen, vieles zu ändern. Marcel Sabitzer hat einen Kaltstart hingelegt. Dass er der Spieler wird, der das Spiel entscheidet, ist super für ihn. Aber wir hatten vieles umzustellen, das hat man heute gemerkt. Das war ein Arbeitssieg, ein Sieg, den man sich verdienen muss. Ich freue mich, dass wir zu Null gespielt haben. Das war das Positivste heute. Wir haben heute nicht das gespielt, was wir spielen können. Es war sehr zäh. Aber das muss man den Jungs zugestehen. Wir können nicht im Drei-Tages-Rhythmus Spektakel bieten. Es war heute wichtig, dass wir diesen knappen Vorsprung über die Zeit bringen. Zu glänzen war in einem solchen Spiel nicht gefragt. Am Mittwoch können wir dann zeigen, wie weit wir schon sind.” 

Hannes Wolf (Trainer VfB Stuttgart): „Wir haben es von der Idee her, wie wir verteidigen wollten, sehr, sehr gut gemacht. Wir haben ganz wenig zugelassen, hatten selbst immer wieder gute Szenen nach vorn. Vor allem Anfang der zweiten Hälfte Inhaltlich möchte ich meiner Mannschaft eine großes Kompliment machen für die Leistung. Das war top. RB war maximal gefordert. Das Quäntchen ganz vorn drin hat uns gefehlt. Wir ärgern uns sehr über die Niederlage.“

Simon Terodde (Stürmer VfB Stuttgart): „Wir haben in der ersten Halbzeit den Plan vom Trainer sehr gut umgesetzt, wir haben wenig zugelassen und das Zentrum, in dem RB besonders stark ist, gut zugemacht. Es ist bitter, dass der Schuss von Sabitzer hinten reinfällt. In der zweiten Halbzeit war das Chancenplus auf unserer Seite. Es ist schade, dass wir 0:1 verloren haben, aber wir müssen das akzeptieren.”

Marcel Sabitzer (Offensivspieler RB Leipzig): „Ich habe erst erfahren, dass ich spiele, als die Mannschaft schon in der Kabine war und sich die Kollegen umgezogen haben. Dann habe ich mich noch ein bisschen warm gemacht, dann schnell rein, Trikot an, Schienbeinschoner drauf und dann gings los. Ich hätte mich über eine Pause nicht beschwert, aber bis Mittwoch kann ich gut regenerieren. Eigentlich hätte ich in der zweiten Hälfte rausgehen sollen, aber es war dann doch bisschen eng, von daher bin ich draufgeblieben, hab gefightet. Ein dreckiger Sieg zum dreckigen Wetter – das passt.”

Diego Demme (Defensiver Mittelfeldspieler RB Leipzig): „Es war schwer, der VfB stand zu Beginn sehr tief. Aber wir haben verdient gewonnen. Jetzt kommen die Bayern, aber das Thema heißt jetzt erstmal ins Eisbad oder die Kältekammer zu gehen, um schnell zu regenerieren. Dann werden wir uns ab Sonntag auf das Spiel vorbereiten.“

Lukas Klostermann (Rechtsverteidiger RB Leipzig): „Es war sein sehr schwieriges Spiel, intensiv. Aber es war gut, mal zu Null zu spielen. Das Tor von Sabi war ein genialer Streich.”

Willi Orban (Kapitän RB Leipzig): „Wir wollten unbedingt gewinnen, das haben wir geschafft. Vin daher sind wir zufrieden. In der zweiten Hälfte waren wir nicht mehr so dominant, wie wir es kennen. Das hätten wir besser spielen können. Aber im Endeffekt war es besser, hinten mal wieder die Null stehen zu haben. Wir haben gut verteidigt, das war das Ziel. Man sieht auch an der Konkurrenz, dass es nicht so einfach ist, nach den internationalen Highlights. Von daher können wir stolz darauf sein, wie wir das heute gemeistert haben.” (mz)

Engagiert im Leipziger Regen: RBL-Trainer Ralph Hasenhüttl.
Engagiert im Leipziger Regen: RBL-Trainer Ralph Hasenhüttl.
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