Vor dem Spiel gegen Hamburger SV

RB Leipzig gegen HSV: Naby Keita und Emil Forsberg vor Startelfdebüt

Leipzig - RB Leipzig wird beim Spiel gegen den HSV wohl auf Emil Forsberg und Naby Keita in der Startelf setzen.

Von Ullrich Kroemer 15.09.2016, 16:14
RBL-Trainer Ralph Hasenhüttl kündigt vor dem Spiel gegen den Hamburger SV Änderungen in der Startelf an.
RBL-Trainer Ralph Hasenhüttl kündigt vor dem Spiel gegen den Hamburger SV Änderungen in der Startelf an. imago sportfotodienst

Ralph Hasenhüttl wunderte sich am Donnerstagmittag ein wenig über sich selbst. Bei der Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel beim Hamburger SV sagte der Trainer von RB Leipzig: „Es ist absolut Wahnsinn, dass Emil Forsberg bisher nicht von Anfang an gespielt hat.” Der schwedische Nationalspieler ist einer der technisch versiertesten und dribbelstärksten Akteure bei RB Leipzig. Ein Kicker für die besonderen Momente. Und doch hatte er es angesichts der Qualität des mit Zugängen im Wert von knapp 50 Millionen Euro verstärkten Kaders von RBL bislang nur zu Kurzeinsätzen gebracht.

Im kommenden Spiel beim Hamburger SV jedoch könnte Forsberg ebenso sein Startelfdebüt in der Bundesliga geben wie Naby Keita. „Beide haben fußballerisch die Qualität, jedem Gegner weh zu tun. Vielleicht bekommen sie schon am Wochenende die Chance, das zu zeigen”, sagte Hasenhüttl. Der Chefcoach hat seine Spieler bereits darauf vorbereitet, dass die Hamburger anders als Hoffenheim und Borussia Dortmund tiefer verteidigen und stattdessen mehr mit langen Bällen agieren werden. „Der HSV lässt uns sicher nicht so gut in unser Pressing kommen, weil sie eher schnelle, lange Bälle spielen”, sagte Stürmer Timo Werner. 

Ralph Hasenhüttl I: „Für alle Herausforderungen die idealen Spieler”

Die Leipziger werden dadurch deutlich mehr Ballbesitzphasen haben als in den beiden bisherigen Partien. Dabei sind ein Stratege wie Naby Keita und ein Kreativspieler wie Forsberg gefragt. Keita könnte für Diego Demme ins Spiel kommen, der Mittwoch und Donnerstag wegen Schmerzen im Hüftbeuger kaum trainieren konnte. „Vielleicht”, so Hasenhüttl, komme der Siegtorschütze gegen den BVB aber auch „auf einer anderen Position” ins Spiel. Forsberg ist eine Alternative für Konterspieler Timo Werner oder Marcel Sabitzer.

Vor der englischen Woche mit drei Spielen in acht Tagen sagte Hasenhüttl: „Wir haben die Möglichkeit zu rotieren, haben für alle unterschiedlichen Herausforderungen und Herangehensweisen die idealen Spielen.” So werde es künftig nichts Ungewöhnliches sein, dass sich selbst Spieler auf der Bank wiederfinden, die im Spiel zuvor „Topleistungen gebracht haben”. 

Ralph Hasenhüttl II: „Sind noch keine Spitzenmannschaft”

Die durch den Kreuzbandriss von Lukas Klostermann entstandene Lücke hinten rechts in der Viererkette wird durch Benno Schmitz geschlossen, laut Hasenhüttl die „erste Alternative” auf dieser Position. Die Stimmung sei nach dem Unfall zwar zunächst gedrückt gewesen, habe sich aber schnell in eine „Jetzt-erst-recht-Mentalität” gewandelt. 

Schmitz gelte es „jetzt so zu schulen, damit Lukas’ Ausfall nicht als solcher wahrgenommen wird“. Kein leichtes Unterfangen gegen schnellen Linksaußen Filip Kostic oder den außergewöhnlichen Fußballer Alen Halilovic, der vom FC Barcelona an die Elbe kam. So vermied Leipzigs Fußballlehrer vor der Begegnung gegen den „Dino” HSV auch eine so klare Kampfansage wie gegen den BVB: „Wir haben jetzt zweimal gut gespielt, aber der Weg ist noch weit, um eine Spitzenmannschaft zu werden. Jetzt müssen wir erst einmal versuchen, diese Leistungen zu bestätigen. Das wird schwer genug.” (mz)