Motorsport Motorsport : Apolles Weg führt über Polen in die USA

Billroda/Radeberg - Das „Knorpelschänken Enduro“ in Feldschlößchen bei Radeberg nahe Dresden hat es in sich. Hindernisse wie die „Knorpelrampe“, der „Luisenhang“, die „Fangowanne“ oder das „Freibad“ lassen die Pulsfrequenz von Fahrer und Zuschauer gleichermaßen ansteigen, so die Veranstalter. Auch der Billrodaer Enduro-Pilot Tim Apolle hat die Strapazen dieses anstrengenden Zwei-Stunden-Wettbewerbs auf sich genommen.
„Meine Klasse war stark besetzt. Fast alle Fahrer der Deutschen Meisterschaft hatten gemeldet“, berichtet Apolle, der zusammen mit der Konkurrenz zunächst einen Prolog zur Ermittlung der Startaufstellung absolvieren musste. In diesem fuhr der 22-Jährige die schnellste Zeit, so dass er am Tag darauf von der vermeintlich besten Position auf die anspruchsvolle Strecke gehen konnte. „Der Start gelang mir allerdings nicht so gut. Von Platz sechs konnte ich dann jedoch bis nach vorn fahren, und im Ziel hatte ich vier Minuten Vorsprung auf den zweitplatzierten Leon Henschel, der mit mir auch schon in der SuperEnduro-WM gestartet ist“, so Tim Apolle.
Auf dem Weg zum Gesamtsieg musste der Hallen-Vizeweltmeister und -Europameister bei Temperaturen von 30 Grad Celsius zahlreiche Hindernisse wie Stämme oder Wasserbecken überwinden. „Es ging bergauf und bergab, auch durch alte Häuser, aber die Strecke war so komprimiert, dass die Zuschauer einen guten Blick auf das Renngeschehen hatten“, erklärt der Billrodaer die Vorteile des Parcours.
Am bevorstehenden Wochenende startet Tim Apolle bei einem Enduro-Event in Danzig (Polen) mit einem Prolog im Hafen sowie Rennen am Strand. „Danach ist Sommerpause im Wettkampfgeschehen“, so der angehende Lehrer für Sport und Geografie. „Allerdings werde ich dann in diesem Jahr keine weiteren Wettkämpfe auf nationaler Ebene mehr bestreiten können.“ Der Grund ist ein für den talentierten Enduro-Piloten sehr angenehmer: Apolle wird die Zeit von August bis November an den US-amerikanischen Meisterschaften teilnehmen. „Das ist für mich eine tolle Chance, die ich natürlich sehr gern nutzen möchte. Da ich dafür den Großteil der Semesterferien nutze, kann ich den Aufenthalt in Übersee eigentlich ganz gut mit meinem Studium in Jena unter einen Hut bringen.“
Nach seiner Rückkehr aus den USA will sich Apolle dann wieder voll auf die SuperEnduro-Weltmeisterschaft unterm Hallendach konzentrieren.