Halle rüstet im Aufstiegskampf auf

Debüt schon am Freitag: Saale Bulls verstärken sich mit neuem Verteidiger

Von Fabian Wölfling 24.11.2021, 12:00 • Aktualisiert: 24.11.2021, 12:12
Dennis Schütt, hier Anfang 2021 noch im Trikot der Starbulls Rosenheim.
Dennis Schütt, hier Anfang 2021 noch im Trikot der Starbulls Rosenheim. (Foto: imago images/Nordphoto)

Halle (Saale)/MZ - Die Zwischenbilanz ist blendend. 17 Spiele haben die Saale Bulls in der Eishockey-Oberliga bisher absolviert, 14 davon gewonnen. Mit 43 Zählern stehen die Bulls auf dem zweiten Platz - punktgleich mit Spitzenreiter Tilburg. Im Verein hat das etwas ausgelöst. „Das Gefühl ist da, dass diese Saison etwas gehen könnte“, verrät der Sportliche Leiter Kai Schmitz. „Etwas“, das ist ein ernsthafter Angriff auf den Aufstieg in die DEL2.

Weshalb die Bulls ihren Kader am Mittwoch noch einmal prominent verstärkt haben. Dennis Schütt kommt vom Ligakonkurrenten Herford. „Er ist nachweislich einer der stärksten Verteidiger der Oberliga“, schwärmt Schmitz. Und damit genau der Hochkaräter, den der Kaderplaner für seine eigene Nachfolge gesucht hat.

Saale Bulls schwärmen von Dennis Schütts sportlichen Qualitäten

Ende Oktober musste die Vereinsikone seine Spielerkarriere verletzungsbedingt beenden. Mit Schütt ist nun ein erfahrener und vor allem hochwertiger Ersatz gefunden. Der 30-Jährige sei zwar kein „Häuptling“, wie Schmitz selbst einer war. „Eher der ruhige Typ. Aber wir haben auch schon genug Häuptlinge im Team.“

Entscheidend war für den Sportchef die sportliche Qualität Schütts. Und die ist enorm. „Er ist zwar nur 1,78 Meter groß, gewinnt aber fast alle Zweikämpfe, weil er so geschickt mit dem Schläger ist“, sagt Schmitz. „Vor allem offensiv wird er unser Spiel aber noch einmal auf ein anderes Level heben. Er ist unglaublich stark an der Scheibe, schlittschuhläuferisch top.“

Dennis Schütt: Debüt für Saale Bulls schon gegen Hamm

Für die Hannover Indians und die Hannover Scorpions hat Schütt in der Vergangenheit über Jahre mehr als eine Torbeteiligung pro Spiel aufgelegt. Ein hoher Wert für einen Verteidiger. Zweimal erhielt der heute 30-Jährige bereits die Auszeichnung zum besten Abwehrspieler der Oberliga Nord. Auch für Selb und Rosenheim war er bereits aktiv.

In Herford legte Schütt wieder 15 Punkte in elf Spielen auf. Beim Mittelfeldteam war der Oberliga-Topmann aber nicht richtig glücklich. „Er wollte weg“, sagt Schmitz. Die Bulls nutzten diese unverhoffte Chance. „Wir haben das aber sauber gelöst, übernehmen etwa alle Kosten für die Ausrüstung, die Herford hatte.“ Der Transfer sei fair gelaufen. Weshalb Schütt auch direkt einsatzfähig ist. Schon am Freitag (20 Uhr) im Heimspiel gegen Hamm wird er debütieren.

Entsprechend der Landesverordnung dürften nur noch Geimpfte und Genesene in den Eisdom. Ausnahme: Kinder unter 18 Jahren.