Einspruch theoretisch möglichVerwirrung bei HFC-Niederlage: Sah ein Spieler zwei Mal Gelb?

Aktualisiert: 22.01.2023, 22:26
Wiesbadens Bjarke Jacobsen (l.) sah im Spiel gegen den HFC Gelb. Die Frage ist nur: Wie oft?
Wiesbadens Bjarke Jacobsen (l.) sah im Spiel gegen den HFC Gelb. Die Frage ist nur: Wie oft? (Foto: IMAGO/Fotostand)

Halle (Saale)/MZ - Hat das Drittligaspiel des Halleschen FC gegen den SV Wehen Wiesbaden (2:3) vom Sonntag womöglich ein Nachspiel? Grund dafür könnte eine mögliche Fehlentscheidung von Schiedsrichter Tobias Schultes sein.

Der Unparteiische hatte Wiesbadens Bjarke Jacobsen in der fünften Minuten der Nachspielzeit eine Gelbe Karte für ein Foul an Niklas Landgraf gezeigt. Aber war Jacobsen nicht zuvor bereits mit Gelb verwarnt worden? Dann hätte es den Platzverweis geben müssen.

HFC kann 48 Stunden lang Protest gegen Spielwertung einlegen

Die unklare Szene ereignete sich in der 81. Spielminute. Jacobsen hatte wieder Landgraf gefoult, Schultes zeigte im Anschluss daran eine Gelbe Karte. Galt diese dem Dänen oder seinem Teamkollegen Gino Fechner, der nach dem Foulpfiff noch den Ball weggeschossen hatte?

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Keine Aufklärung der Szene bringt der Blick in die DFB-Spielstatistik. Dort ist für die 81. Spielminute gar keine Gelbe Karte vermerkt. Dafür aber für die 89. Minute - und zwar für Fechner. Das geben die TV-Bilder aber gar nicht her.

Sicher ist nur: Es herrscht Klärungsbedarf zwischen HFC und DFB, ob alles korrekt gelaufen ist und was genau Schiedsrichter Schultes in seinem Spielbericht notiert hat.

Ansonsten könnte Halle nachträglich Protest gegen die Spielwertung einlegen. Ob dies tatsächlich passiert, ist aber noch unklar: Der Klub will zunächst einmal die TV-Bilder auswerten und sich eine Meinung bilden. Für einen Einspruch hätte der HFC 48 Stunden Zeit.