4:1 gegen Türkgücü

HFC ist nach souveränem Heimsieg fast am Ziel

Von Christoph Karpe
Antonios Papadopoulos trifft für den HFC zum 1:0 gegen Türkgücü. (Foto: imago/Eibner)

Halle (Saale) - Der Hallesche FC hat den Klassenerhalt in der 3. Liga am Dienstagabend praktisch perfekt gemacht: Mit 4:1 (1:1) besiegte der HFC Aufsteiger Türkgücü München im Erdgas Sportpark und ist mit nun 46 Punkte so gut wie sicher im Ziel (und könnte am Mittwochabend auch rechnerisch durch sein). Beim Heimsieg zeigte Halle insgesamt eine gute Leistung und gewann letztlich rundum verdient gegen erschreckend schwache Gäste aus München.

Um die Hausaufgaben mit drei Punkten zu erfüllen, veränderte HFC-Trainer Florian Schnorrenberg seine Startelf gegenüber dem 3:0-Siegerteam in Dresden auf einer Position. Julian Guttau musste auf der linken Außenbahn für Julian Derstroff weichen. Bei dieser Rochade hat sich der Coach bestimmt von den Erinnerungen an das Hinspiel beeinflussen lassen. Beim 3:0 im Münchener Olympiastadion hatte Derstroff als Doppeltorschütze geglänzt. Diese Leistung könnte der 29-Jährige womöglich noch einmal abrufen.

Mit einem Blitzstart brachte sich der HFC auf Kurs. In der siebten Minute stellte Antonios Papadopoulos auf 1:0. Der Mittelfeldantreiber, der schon in Dresden den ersten Treffer erzielt hatte,  leitete den entscheidenden Spielzug selbst mit einem Pass auf Braydon Manu ein. Dessen flache Eingabe konnte Michael Eberwein nicht verwerten, der Ball prallte aber Papadopoulos vor die Füße  - und der schoss trocken flach aus etwa neun Metern ein.

Gegen Ex-Klub HFC: Petar Sliskovic trifft aus dem Nichts für Türkgücü

Die Rot-Weißen blieben im Regen bissig am Drücker. Den Gästen um die in Halle gut bekannte Sturmspitze Petar Sliskovic gelang derweil noch nicht viel. Dem HFC sollte es recht sein. Der erste Distanzschuss wurde in der 23. Minute in Richtung HFC-Tor abgefeuert: vorbei.

Petar Sliskovic gleicht per Kopf zum 1:1 für Türkgücü München in Halle aus.
(Foto: imago/Eibner)

Doch aus dem Nichts fiel das 1:1 in der 31. Minute. Nach einem Eckball stieg Sliskovic am höchsten und köpfte relativ unbedrängt ins Netz. In der Folge stellte sich eine gewisse Konfusion bei den Hausherren ein, die mit mittelmäßigem Erfolg dann versuchten, den Ball in den eigenen Reihen zu verwahren.

Als mal wieder auf Überfall geschaltet wurde, ergab sich für Terrence Boyd die Topchance (38.) auf den zweiten HFC-Treffer. Doch Münchens Keeper René Vollath parierte die Direktabnahme mit einem tollen Reflex seines rechten Armes. So ging es mit einem ärgerlichen Unentschieden in die Pause.

Vucur, Eberwein, Boyd: HFC lässt es nach der Pause krachen

Personell unverändert ging es beim HFC weiter. Und auch mit einer Chance für Boyd, der jedoch zentral seinen Bewacher anköpfte. Doch Türkgücü hatte Gefallen daran gefunden, den HFC zu ärgern, blieb energisch und offensiv. Und wie es manchmal so ist, half dem HFC in der sich andeutenden Not das gleiche Mittel wie zuvor den Gästen: ein Eckball. Jonas Nietfeld brachte ihn in die Mitte, dort schraubte sich Abwehrchef Stipe Vucur am höchsten und traf per Kopf zum 2:1 (60.).

Der HFC feiert Stipe Vucur nach dessen Treffer zum 2:1.
(Foto: imago/Eibner)

Nur vier Minuten später machte Michael Eberwein den Deckel drauf. Die zweite Spitze wackelte im Strafraum seinen Gegenspieler aus und nutzte die damit freie Schussbahn zum 3:1. In der Folgezeit wogte das Geschehen mal hierhin mal dahin. In der 82. Minute hatte Torjäger Boyd dann die Nase voll von ausgelassenen Gelegenheiten und nagelte den Ball zum 4:1 in den Winkel zu seinem 16. Saisontreffer.

Der krönende Abschluss eines am Ende rundum gelungenen Abends: Der HFC ist am Minimalziel der Saison. (mz)