„Verwaltungsmodus“ gegen Saarbrücken

„Hat mir gar nicht gefallen“: Schnorrenberg ärgert sich über HFC-Niederlage

16.10.2021, 16:47 • Aktualisiert: 17.10.2021, 11:53
Saarbrücken jubelt in Halle, bei den HFC-Profis herrscht hingegen Enttäuschung.
Saarbrücken jubelt in Halle, bei den HFC-Profis herrscht hingegen Enttäuschung. (Foto: imago images/Eibner)

Halle (Saale)/MZ - Der Hallesche FC hat eine spannende und wilde Drittliga-Partie durch ein spätes Gegentor mit 2:3 (2:1) verloren. Nach dem Spiel sprachen beide Trainer und die wichtigsten Protagonisten über die Tore und das Ergebnis der Partie im Leuna-Chemie-Stadion. Wir haben die Stimmen gesammelt.

Florian Schnorrenberg (HFC-Trainer): „Glückwunsch an den FCS. Es war eine erste Halbzeit mit unfassbar vielen Chancen auf beiden Seiten. Wir wollte in der zweiten Halbzeit den Druck aufrechterhalten, aber nach dem Ausgleich waren wir wieder im Verwaltungsmodus. Wir haben offensiv zu wenig Akzente gesetzt und zu viele Fehler gemacht. Ich bin sehr verärgert über unsere zweite Halbzeit. Wie wir mit der Führung umgehen und wie passiv wir sind, hat mir gar nicht gefallen. Trotz aller Personalprobleme müssen wir das einfach wieder besser machen.“

Uwe Koschinat (FCS-Trainer): „Ich bin sehr glücklich über den Sieg. Es war ein offenes Spiel mit einer ganz eigenen Dramaturgie, in dem beiden Mannschaft kaum verteidigt haben. Wir hatten unsere Chancen, aber haben Halles Tempospiel nicht in den Griff bekommen und hatten mehrfach Glück, kein Gegentor zu kassieren. Der Doppelschlag vor der Pause hat mich sehr geärgert. In der zweiten Halbzeit konnten wir den Gegner müde spielen und die Partie dominieren, weil Halle personell mit dem letzten Aufgebot arbeiten muss. Sie haben ihrem Tempo Tribut zollen müssen, wir hatten ein paar Körner mehr. Es war ein harter Fight und der Siegtreffer lag am Ende für keine Mannschaft in der Luft. Wir haben den Lucky Punch dann aber gesetzt. Der Sieg war sehr glücklich aber in Summe nicht völlig unverdient. Wir waren aber nicht so souverän, weil wir wieder mal zu viele schlechte Phasen hatten.“

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Jonas Nietfeld (HFC-Kapitän): „Es ist extrem bitter. Wir kommen vor der Halbzeit so geil zurück und gehen 2:1 in Führung. Aber dann kassieren wir viel zu schnell das Gegentor. In der zweiten Halbzeit waren wir nicht mehr aktiv genug und standen zu tief. Da hat Saarbrücken dann eine Flanke zum Tor genutzt – sehr ärgerlich, wenn das so spät noch passiert. Es spielt sicherlich eine Rolle, dass wir von der Bank aktuell nicht so nachlegen können, wie wir es könnten, wenn alle Spieler fit wären. Aber das darf keine Ausrede sein: Aktiv kann jeder sein, der auf dem Platz steht. Das müssen wir gemeinsam mal wieder über 90 Minuten bringen. Wir werden unsere Punkte in den nächsten Wochen auch wieder holen.“

Michael Eberwein (HFC-Torschütze): „Wenn man so spät noch den Gegentreffer kassiert, ist das schon extrem ärgerlich und schmerzhaft. Es war ein ausgeglichenes Spiel, am Ende ist Saarbrücken der Lucky Punch gelungen. Wir hatten ein paar Chancen mehr, waren offensiv aber nicht so effektiv heute.“

Adriano Grimaldi (FCS-Doppeltorschütze): „Es gab auf beiden Seiten unfassbar viele Torchancen, es hätte auch gut 8:8 stehen können. Wichtig war, dass wir direkt nach der Pause mit dem 2:2 zurückkommen. So ein Siegtor ist dann immer grandios. Es hätten heute beide Mannschaften den Sieg verdient, aber wir sind die Glücklichen.“ (mit Quelle Magenta Sport)