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  7. WM in Katar live: ARD und ZDF zeigen nicht alle Spiele im Free-TV

64 Spiele, zahlreiche Experten, drei SenderNicht alle WM-Spiele laufen live bei ARD und ZDF

Ballack, Schweinsteiger, Schult, Khedira, und, und und: Mit zahlreichen Experten begleiten MagentaTV, ARD und ZDF die WM in Katar.

Aktualisiert: 18.11.2022, 13:42
Teammanager Oliver Bierhoff beim TV-Interview.
Teammanager Oliver Bierhoff beim TV-Interview. (Foto: IMAGO/Ulmer/Teamfoto)

Daten sammeln, Fakten checken, nach Besonderheiten suchen - und dieser so umstrittene Fußball-WM stets mit einem kritischen Blick begegnen. Als Expertin der ARD begleitet Almuth Schult die Endrunde in Katar, und sie ist sich der Komplexität dieser Herausforderung bewusst.

Aus sportlicher Sicht sei die WM „sehr interessant“, sagte Schult dem SID, doch es gibt natürlich auch viele Themen abseits des Fußballs, die mit diesem Turnier verknüpft sind.

Die 31-Jährige ist aber bei Weitem nicht die einzige Expertin, die in diesen Tagen den schwierigen Spagat mit Diskussionen um Sport und Menschenrechte meistern muss. Die drei übertragenden Sender ARD, ZDF und MagentaTV haben insgesamt 20 Expertinnen und Experten verpflichtet. Neben Schult sind für die ARD die 2014er-Weltmeister Bastian Schweinsteiger und Sami Khedira sowie Ex-Nationalspieler Thomas Hitzlsperger vor der Kamera zu sehen.

WM live: MagentaTV zeigt 16 Partien exklusiv

Während Fans bei den Analysen auf viele bekannte Gesichter stoßen, müssen sie sich doch auf Änderungen einstellen. Anders als gewohnt werden diesmal nicht alle Spiele im öffentlich-rechtlichen Fernsehen übertragen. ARD und ZDF (jeweils 24) zeigen 48 Spiele live im Fernsehen und im Stream. Wer das Komplettprogramm mit allen 64 Spielen haben will, muss zum kostenpflichtigen Stream bei MagentaTV greifen, dort sind 16 Spiele exklusiv zu sehen.

Fußball-WM 2022: Alle Daten, Spiele und Ergebnisse der WM auf einen Blick

Wer kein MagentaTV-Kunde ist, muss aber nicht fürchten, entscheidende Spiele zu verpassen. Die Spiele mit deutscher Beteiligung und auch das Finale werden frei zugänglich bleiben. Dies gilt auch für das Eröffnungsspiel am Sonntag (17.00 Uhr MEZ) zwischen Gastgeber Katar und Ecuador, das vom ZDF übertragen wird. Dort wird Bela Rethy kommentieren, der nach der WM in den Ruhestand geht. Für MagentaTV ist Wolff-Christoph Fuss im Einsatz.

Das Erste steigt dagegen „erst“ am 23. November ein - dann aber direkt mit dem ersten Gruppenspiel deutschen Mannschaft gegen Japan (14.00 Uhr). Die ARD zeigt überdies das Duell der Deutschen mit Costa Rica am 1. Dezember (20.00 Uhr), im ZDF ist am 27. November (20.00 Uhr) das Spiel gegen Spanien zu sehen. Das Finale am 18. Dezember (16.00 Uhr alle MEZ) zeigt die ARD.

WM in Katar: Viele TV-Experten im Einsatz

Wie bereits bei der WM in Russland vor vier Jahren setzen die öffentlich-rechtlichen Sender auf eine Zentrale in der Heimat. Aus einem gemeinsamen Studio in Mainz wird gesendet, auf diese Weise sollen Synergien genutzt und Kosten reduziert werden.

MagentaTV überträgt aus Unterföhring - und will die Zuschauer doch direkt nach Doha versetzen. Eine „virtuelle Skyline“ im Studio soll dies möglich machen, und überhaupt fährt das Streamingangebot der Telekom groß auf. Ex-Nationalmannschaftskapitän Michael Ballack bildet die Spitze des Expertenteams. Ihm zur Seite stehen Tabea Kemme, Fredi Bobic, Geschäftsführer des Bundesligisten Hertha BSC, sowie der langjährige Bayern-Profi Javi Martinez. Außerdem gehört der Gladbacher Lars Stindl zum Aufgebot.

Auch das ZDF hat zwei Weltmeister von 2014 als Experten gewonnen. Christoph Kramer und Per Mertesacker geben dort ihre Einschätzungen ab, zudem ist Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg dabei.

Neben den normalen Übertragungen flankieren zahlreiche Rahmensendungen das Angebot der drei Sender. Und auch für Einschätzungen bei sportlich kritischen Situationen ist man gewappnet. Die ARD hat Ex-Schiedsrichter Lutz Wagner als Experten dabei, MagentaTV setzt auf den derzeit verletzten Bundesligaschiedsrichter Patrick Ittrich - und im ZDF ist Manuel Gräfe zu sehen, der mitten in einer juristischen Schlammschlacht mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) steckt.