Stimmen zur Partie RB Leipzig vs. FSV Frankfurt

Stimmen zur Partie RB Leipzig vs. FSV Frankfurt: Marcel Sabitzer: „Die zwei Tore waren eine Genugtuung”

Leipzig - Erleichterte Stimmung in den Katakomben von RB Leipzig: Nach der starken und torreichen zweiten Hälfte mit vier Treffern innerhalb von zehn Minuten freuten sich die RBL-Kicker über den neu entdeckten ...

Von Ullrich Kroemer 13.12.2015, 17:23

Erleichterte Stimmung in den Katakomben von RB Leipzig: Nach der starken und torreichen zweiten Hälfte mit vier Treffern innerhalb von zehn Minuten freuten sich die RBL-Kicker über den neu entdeckten Tor-Reichtum.

Ralf Rangnick (Trainer RB Leipzig): „Dass wir gegen den FSV Geduld brauchen würden, hat sich in der ersten Halbzeit bestätigt. Da war es nicht leicht für uns, zu Torchancen zu kommen. Das wurde dann in der zweiten Hälfte durch die Hereinnahme von Massimo Bruno besser. Dass er an allen drei Toren beteiligt war, ist schön. Ich hätte ihm noch ein Tor gegönnt, aber das ist dann wohl der nächste Schritt.”

„Das Gegentor hat mich ein wenig geärgert, weil es zu diesem Zeitpunkt besonders unnötig war. Insgesamt war die zweite Hälfte aber sehr gut. Wir sind froh, dass wir das Heimspiel ziehen konnten. Wenn wir jetzt noch in Fürth punkten können, hätten wir in der Tat ein gutes, erstes Halbjahr gespielt.”

Tomas Oral (Trainer FSV Frankfurt): „Wir haben heute gegen einen übermächtigen Gegner verloren. RB hat in der vergangenen Woche endlich zu seinem System gefunden. So war der Gegner schon in der ersten Hälfte so dominant, dass wir immer weiter nach hinten gedrängt wurden. Als wir dann eine Unachtsamkeit hatten und der Doppelschlag folgte, war es schwierig für uns. Aber ich muss meiner Mannschaft dennoch ein Kompliment machen. Man muss gut aufpassen, dass man hier nicht richtig untergeht.”

Marcel Sabitzer (Stürmer RB Leipzig): „Es war sehr wichtig für uns, gegen Duisburg und Frankfurt zwei Siege zu holen. Für Außenstehende sind das Pflichtsiege, für uns war das ein hartes Stück Arbeit. Wir haben das auch heute gegen den massiven Gegner gut gemeistert. Wenn das Spiel heute 5:1 endet, kann man auch nix sagen.”

„Drei, vier Tore zu schießen, ist nicht immer selbstverständlich gegen Gegner, die hinten dicht machen. Da hilft dann meistens das erste Tor. Es ist Woche für Woche ein hartes Stück Arbeit. Dass wir in Situationen ruhig bleiben, in denen es nicht einfach ist, ist eine Weiterentwicklung. Der Gegner schenkt uns gar nix, wir verlieren eigentlich von Minute zu Minute Zeit. Aber gegen Duisburg waren es in fünf Minuten drei Tore, heute in neun Minuten drei Treffer. Deshalb gilt: geduldig bleiben, dann wird man auch belohnt.”

Zum Scharmützel mit Frankfurts Kapitän Manuel Konrad: „Wir müssen ja mit vielem leben, aber mit so einem Verhalten kann man eigentlich gar nicht leben. Der Kapitän sollte ja auch auf dem Feld reden, aber dass sich das auch gegen die gegnerischen Spieler richtet – in tiefstem Niveau – das ist einfach unsportlich. Aber ich will da gar nicht zu sehr ins Detail gehen. Es war für mich eine große Genugtuung, zwei Tore geschossen zu haben.”

Willi Orban (Innenverteidiger RB Leipzig): „Das war ein hochverdienter Heimsieg. Wir haben von Beginn an das Spiel gemacht, das Tempo bestimmt und hinten bis auf das ärgerliche Gegentor fast nix zugelassen. Vorn hatten wir noch weit mehr Möglichkeiten, hätten auch viel höher gewinnen können. Aber unterm Strich sind wir mit dem verdienten Heimsieg zufrieden. Wir können das ganze Spiel über Druck machen, mittlerweile können wir auch mal einen Rhythmuswechsel machen, dass wir etwas geduldiger spielen und dann das Tempo wieder anziehen.”

„Aber wir arbeiten weiter am Spiel mit dem Ball, haben heute variabler gespielt, haben mittlerweile mehr Optionen in unserem Repertoire. Massimo hat uns heute mehr Kreativität verliehen. Das hat gut funktioniert. Insgesamt war das heute wieder ein Fortschritt.”

„Ralf Rangnick hat uns in der Halbzeit gesagt, dass wir das Spiel mehr über die Außen aufziehen sollen, dass wir in der Box mehr Lücken haben. So haben wir dann auch das erste Tor gemacht und dann nachgelegt.”

Zur Abstimmung mit Atinc Nukan: „Klar, war das noch nicht perfekt. Aber ,Ati’ hat nach seiner Verletzung seit langer Zeit mal wieder ein Spiel über 90 Minuten gemacht. Dafür, dass zwei neue Männer in der Viererkette standen, haben wir es gut gemacht. Darauf kann man aufbauen.”