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Fußball Fußball: Spieljahr verlängern oder Play-offs?

Von Torsten Kühl 24.11.2020, 13:33
Mannschaftsleiter Marcel Lehner vertrat den SC Naumburg bei der Videokonferenz.
Mannschaftsleiter Marcel Lehner vertrat den SC Naumburg bei der Videokonferenz. Torsten Biel

Naumburg - Mit Videokonferenzen hält der Fußballverband Sachsen-Anhalt (FSA) zurzeit Kontakt zu den Vereinen. Online werden regelmäßig Meinungen ausgetauscht und mögliche Szenarien, wie es nach Lockerungen der aktuellen Beschränkungen mit der Saison weitergehen könnte, besprochen. Am vergangenen Freitagabend waren die Vertreter der Verbandsliga und der beiden Landesliga-Staffeln an der Reihe. Für Süd-Landesligist SC Naumburg saß Mannschaftsleiter Marcel Lehner am Computer-Bildschirm.

Eigentlich hofft der FSA ja, dass der Wettkampfbetrieb Mitte Januar 2021 wieder aufgenommen werden kann (Tageblatt/MZ berichtete). „Der Großteil der bei dieser Videokonferenz anwesenden Vereinsvertreter war jedoch sehr skeptisch, was diesen Einstiegstermin betrifft. Wir gehen eher davon aus, dass nicht vor März oder April wieder gespielt werden kann“, so Marcel Lehner. Absolute Priorität habe beim FSA, die Hinrunde regulär zu beenden.

Sollte dies gelingen, stünden derzeit zwei Varianten für die dann weitere Fortsetzung des Spieljahres im Raum, berichtet der SCN-Mannschaftsleiter. „Entweder, die Saison wird über den 30. Juni hinaus verlängert und ordnungsgemäß zu Ende gespielt. Oder - und diese Variante favorisiert der FSA - es werden nach der Hinrunde Play-offs durchgeführt, in denen die Auf- und Absteiger ermittelt werden, in welcher Form auch immer.“ Wie diese Play-offs aussehen könnten, dazu gebe es mehrere Ideen. „Wahrscheinlich ist, dass die in der Hinrunde erzielten Punkte nicht mitgenommen werden“, berichtet Marcel Lehner.

In der Videorunde sei von einigen Vereinsvertretern die Befürchtung geäußert worden, Spieler könnten nach Ablauf der sechsmonatigen Wechselfrist - zum Beispiel, wenn die Corona-Zwangspause von November bis Ende April dauern würde - abgeworben werden und dann noch in derselben Saison für die Konkurrenz auflaufen. Dem wolle der Landesverband jedoch einen Riegel vorschieben, sei auf der Videokonferenz von den FSA-Verantwortlichen um Spielausschuss-Mitglied Markus Scheibel versprochen worden.

Als Vorlaufzeit für das benötigte Mannschaftstraining vor dem möglichen Re-Start favorisieren die meisten Vereine drei bis vier Wochen.