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Fußball  Fußball : SCN dankt Ehrenamtler Unstrut-Derby im Pokal-Endspiel

22.04.2019, 16:20
Gerd Niemann (2.v.r.) - hier mit Mannschaftsleiter Marcel Lehner (v.l.), Physiotherapeutin Marion Tomisch, Coach Matthias Krause, Co-Trainer Jörg Hanisch und Ex-Präsident Jan Walter - erhielt nachträglich zu seinem 68. Geburtstag ein Trikot mit der Nummer 68 und allen Unterschriften der Landesliga-Spieler des SCN. Niemann ist Ehrenmitglied und gute Seele des Clubs, kümmert sich um Trainingsplatz und Sportlerheim und reist zu den Auswärtsspielen mit.
Gerd Niemann (2.v.r.) - hier mit Mannschaftsleiter Marcel Lehner (v.l.), Physiotherapeutin Marion Tomisch, Coach Matthias Krause, Co-Trainer Jörg Hanisch und Ex-Präsident Jan Walter - erhielt nachträglich zu seinem 68. Geburtstag ein Trikot mit der Nummer 68 und allen Unterschriften der Landesliga-Spieler des SCN. Niemann ist Ehrenmitglied und gute Seele des Clubs, kümmert sich um Trainingsplatz und Sportlerheim und reist zu den Auswärtsspielen mit. Torsten Biel

Naumburg - Im Endspiel des Burgenlandpokals werden sich zwei Teams von der Unstrut gegenüberstehen. Kreisoberligist Nebra und Landesklasse-Vertreter Laucha setzten sich am Ostermontag in den Halbfinalpartien durch. Das Finale findet am Pfingstmontag, 10. Juni, im Weißenfelser Stadion statt. Zudem wurde am Wochenende in der Landesliga planmäßig gespielt, und es standen noch einige „Nachholer“ auf dem Programm.

BURGENLANDPOKAL: FC ZWK Nebra - FC RSK Freyburg 1:1 n.V. (0:1, 1:1), 6:4 n.E. Das Landesklasse-Spitzenteam aus der Jahnstadt wurde seiner Favoritenstellung nicht gerecht und musste sich überraschend im Elfmeterschießen den unterklassigen Nebraern geschlagen geben. Dementsprechend war die Freude aufseiten der Gastgeber groß. „Mit der besten Saisonleistung haben wir uns doch noch das Osterfest verschönert“, zeigte sich Nebras Mannschaftsleiter Hans-Erich Hauschild erleichtert. Zu Beginn des Spiels hatte es aber noch nicht danach ausgesehen. Die Gäste schnürten die Platzherren in deren Hälfte ein, konnten sich aber kaum zwingende Torchancen erspielen. Mit fortwährender Spielzeit kamen die ZWK-Kicker über Konter zu Möglichkeiten, aber Lukas Poweleit und Richard Fritsche ließen diese aus. In der 30. Minute ging die RSK-Elf in Führung: Nach einem sehenswerten Angriff musste Jonas Weise aus Nahdistanz nur noch einschieben. In der zweiten Halbzeit wurden die Nebraer besser, und nachdem Markus Koniecznys Schuss noch das Ziel verfehlt hatte, war es Fritsche, der in der 50. Minute zum umjubelten Ausgleich einschoss. Die Nebraer dominierten nun sogar zeitweise das Geschehen und hatten mehrfach Pech, dass sie nicht noch in der regulären Spielzeit das Ergebnis drehten. Fritsche, der nur den Außenpfosten traf, sowie Dennis Schmidt und Poweleit, die in der Verlängerung an RSK-Keeper Denis Hörnig scheiterten, verpassten die frühzeitige Entscheidung. So mussten beide Teams an den Elfmeterpunkt treten, um eine Entscheidung herbeizuführen. Dabei avancierte ZWK-Torwart Jan Domschky zum Matchwinner. Nachdem er den Strafstoß von Daniel Söll pariert hatte, trat er zum entscheidenden Versuch an, behielt die Nerven und bugsierte so seine Elf ins Finale. Zuvor hatten Hannes Schröder, Manuel Schulze, Schmidt und Konieczny für Nebra getroffen. Für den FC RSK verwandelten lediglich Lennard Meyer, Marcel Rosenberg und Stefan Lehwald.

SV Burgwerben - BSC 99 Laucha 1:2 (0:1). Im Duell der beiden Landesklasse-Teams entwickelte sich eine hart umkämpfte Partie bei schwierigen Windverhältnissen. Es dauerte bis zur 31. Spielminute, ehe etwas Nennenswertes passierte: Einen langen Ball konnte die Defensive der Burgwerbener nicht klären, und aus dem Gewühl heraus traf Alexander Saal unhaltbar in den Winkel. Die Gastgeber versuchten daraufhin, über Kaba Diakite zum Erfolg zu kommen, konnten sich aber keine klaren Chancen erarbeiten. Nach dem Seitenwechsel wurde es für die Glockenstädter gegen den Wind schwieriger, und die Burgwerbener entwickelten mehr Offensivdruck. Ein indirekter Freistoß aus acht Meter Entfernung sorgte dabei für die meiste Gefahr. Diesen konnten die Lauchaer jedoch zur Ecke abwehren. Nach einem langen Einwurf von Alexander Paloch (64.) spekulierte dann Saal goldrichtig; er nahm dem Verteidiger den Ball ab, blieb vor dem SVB-Tor eiskalt und vollendete zum 0:2. Die Platzherren mussten nun alles auf eine Karte setzen, so dass der BSC zu Chancen kam, die er aber ein ums andere Mal leichtsinnig vergab. Fast mit dem Schlusspfiff verlängerte Dominik Müller einen Freistoß per Kopf zum 1:2 ins Netz. BSC-Trainer Ronny Starch meinte, nachdem er das Ergebnis aus Nebra erfahren hatte: „Wir freuen uns sehr auf das Endspiel, denn mit Sven Spitzer, Robert Reis, Lucas Sielaff und Lars Porse haben wir ja auch vier Spieler mit ZWK-Vergangenheit in unseren Reihen.“

LANDESLIGA: SC Naumburg - Grün-Weiß Piesteritz 3:5 (1:3). In einer verrückten Partie kassierten die Domstädter nach dem 1:0-Sieg daheim gegen Friedersdorf und dem 2:1-Erfolg beim Tabellenzweiten Brachstedt nun „eine unnötige Niederlage“, wie ihr Coach Matthias Krause meinte. Die erste Halbzeit sei ein Rückfall in schlechte Zeiten, also die schwache Phase nach Rückrundenbeginn, gewesen, so Krause. „Da haben wir als Mannschaft schlecht verteidigt und sind vom Gegner, der uns mit seinen drei Stürmern früh angelaufen ist, zu langen Schlägen gezwungen worden. Vorn haben wir dann die Bälle nicht festmachen können“, berichtet der SCN-Trainer. Die Folge war ein schneller 0:3-Rückstand nach Treffern von Sebastian Töpfer und Tim Schölzel (2). Früh brachte Krause dann mit Steven Krumbholz ebenfalls einen dritten Angreifer, der das Ergebnis fünf Minuten vor der Pause nach einer Kopfballvorlage von Philipp Döring auch gleich auf 1:3 stellte.

Sofort nach Beginn der zweiten Halbzeit trafen auch die beiden anderen Naumburger Stürmer Patrick Hauer (46.) und Lukas Storch (57.), so dass die Partie quasi von vorn begann. SCN-Keeper Akid Khalil parierte anschließend einen Foulelfmeter der Piesteritzer, ehe die Gastgeber selbst die Chance zum Führungstreffer vergaben. Nach einem schnell ausgeführten Freistoß und einer Flanke von der linken Seite erzielte Schölzel (80.) per Kopf seinen dritten Treffer. Nun warfen die Platzherren alles nach vorn. Der Ausgleich war ihnen jedoch nicht vergönnt. In der vierten Minute der Nachspielzeit machte Dennis Marschlich mit dem 3:5 alles klar.

Zum ersten Mal mit auf der Naumburger Bank saß am Sonnabend Martin Pastuschek als gleichberechtigter Co-Trainer von Matthias Krause. Bereits seit drei Wochen gehört Pastuschek, der einst selbst für die 05er in der Landes- und Verbandsliga gespielt hatte und sich später als erfolgreicher Nachwuchs-Übungsleiter einen Namen machte, neben Krause und Jörg Hanisch zum Trainerteam. Am kommenden Sonnabend gastiert der SCN beim souveränen Spitzenreiter in Weißenfels, der sich beim 7:1-Heimerfolg gegen Braunsbedra für dieses Nachbarschaftsduell schon mal warm geschossen hat.

LANDESKLASSE: SV Merseburg 99 II - BSC Laucha 0:2 (0:2). Diese am Sonnabend nachgeholte Partie war eine Woche zuvor abgesagt worden. Vor der gemeldeten „Rekordkulisse“ von fünf (!) Zuschauern setzten sich die Glockenstädter beim Schlusslicht verdient durch. Damit schob sich der BSC wieder an Eintracht Gröbers vorbei auf Rang sieben. Die Gäste lenkten die Partie frühzeitig in die für sie richtige Richtung. Nach einem Zuspiel von Thomas Stichling brachte Lucas Hoffmann (11.) die Lauchaer gekonnt in Führung. Noch in der ersten Halbzeit bauten sie diese aus: Matthias Meissner (37.) stieg nach einer Ecke von Lucas Sielaff am höchsten und köpfte zum 0:2 ein. Im zweiten Abschnitt verflachte die Partie, und es passierte nur noch wenig Nennenswertes. Einzig eine strittige Situation im Strafraum der Gastgeber sorgte noch einmal für Aufregung. Dabei wurde aus Sicht der BSC-Elf Alexander Saal von den Beinen geholt, aber der Elfmeterpfiff blieb aus. Umso enttäuschender für die Lauchaer, da Saal auch noch die Gelbe Karte für eine vermeintliche Schwalbe sah.

ESV Herrengosserstedt - SV Großgrimma 3:2 (0:1). Die Herrengosserstedter wollten am Gründonnerstag die dürftigen Leistungen der jüngeren  Vergangenheit vergessen machen, hatten zunächst aber mit der harten Gangart der Gäste ihre Probleme und gerieten in Rückstand, als Martin König von der Strafraumgrenze  (37.) zum 0:1 traf. Nach dem Wechsel fanden die ESV-Kicker dann aber  besser ins  Spiel und glichen durch Benjamin Hackbarts Alleingang  (57.) zum 1:1 aus. Nur vier Minuten später schlug Hackbart dann  eine gefühlvolle Ecke, die Eddi Oberreich per Kopf zum  2:1 veredelte. Nun ging es hin und her, und aus dem Gewühl heraus fand Marcus Simon  die entscheidende  Lücke, um zum  2:2  (81.) auszugleichen. Die nie aufsteckenden Herrengosserstedter konnten aber noch einmal antworten. Nach  Freistoß von Maik Grottel erzielte wiederum Eddi Oberreich (85.) per Kopf den 3:2-Siegtreffer.

KREISOBERLIGA: FC ZWK Nebra - Motor Zeitz 0:1 (0:0). In der Nachholpartie begannen die Nebraer am Sonnabend zwar bemüht, und sie gewannen auch ein wenig die Überhand, aber zwingende Chancen konnten sie sich nicht herausspielen. In der 40. Minute strich der Ball nach einem Schuss von Markus Konieczny knapp am Pfosten des Motor-Kastens vorbei. Kurze Zeit später hatten die Zeitzer ihre erste Offensivaktion in Form eines Freistoßes, den Christopher Braun aber nicht nutzen konnte. Nach dem Seitenwechsel machten die ZWK-Kicker zunächst Druck, aber nachdem sie auch in dieser leichten Druckphase keinen Erfolg verbuchen konnten, plätscherte die Partie fortan vor sich hin. Zu allem Überfluss, aus Nebraer Sicht, konnten sie nach eigenem Ballverlust, den Maximilian Handt zum entscheidenden Treffer in der Nachspielzeit ausnutzte, nicht einmal einen Punkt mitnehmen.

SV Mertendorf - SC Naumburg II 1:2 (0:2). Während die Mertendorfer mit erheblichen Verletzungssorgen zu kämpfen hatten, konnten die Naumburger am Gründonnerstag mit einem gut aufgestellten Kader anreisen.  Nach einem ersten  Abtasten  kamen die Gäste besser ins Spiel und durch  Albert Reinicke aus Nahdistanz zu einer ersten Chance.  Mit einer wahren Glanzparade war es dann  Mertendorfs Schlussmann Sebastian Zilse,  der den  Kopfball von erneut  Reinicke entschärfte. In der 27. Minute war Zilse aber machtlos, als  Tim Romahn  den Ball geschickt zum 0:1 ins Tor lupfen  konnte. Noch vor der Pause legten die Naumburger nach.  Maximilian Derwel  (35.) kam ans Leder, machte  noch einen Haken um einen wegrutschenden Mertendorfer Abwehrspieler und traf zum 0:2.  Aufseiten der Mertendorfer vergab  Felix Bach auf den Naumburger Tormann Körner zulaufend  (40.) die Möglichkeit zum Anschlusstreffer. Nach dem Wechsel kamen die Wethautaler besser zum Zug.  Und spannend wurde es, als ein Diagonalpass von Kevin Wagner bei Felix Bach landete (80.),  dieser diesmal eiskalt blieb und auf 1:2 verkürzte. Nun versuchten die Gastgeber alles, um noch zum Unentschieden zu kommen. Umsonst hofften sie dabei in der 90. Minute auf einen Elfmeterpfiff, so dass es beim SCN-Erfolg blieb.  (tok/maw/hbo/hob)

Patrick Hauer (r.) stand zum dritten Mal in Folge in der Startelf der Naumburger, und wie beim 2:1-Sieg zuletzt in Brachstedt gelang ihm auch gegen Piesteritz ein Treffer. Doch der gastgebende SCN verlor diese Landesliga-Partie mit 3:5.
Patrick Hauer (r.) stand zum dritten Mal in Folge in der Startelf der Naumburger, und wie beim 2:1-Sieg zuletzt in Brachstedt gelang ihm auch gegen Piesteritz ein Treffer. Doch der gastgebende SCN verlor diese Landesliga-Partie mit 3:5.
Torsten Biel
Ex-Verbandsliga-Spieler Martin Pastuschek (links auf der überdachten Bank) gehört seit drei Wochen zum Trainerteam der Domstädter.
Ex-Verbandsliga-Spieler Martin Pastuschek (links auf der überdachten Bank) gehört seit drei Wochen zum Trainerteam der Domstädter.
Torsten Biel