Fußball Fußball : Premiere auf dem Anger beschert Klassenerhalt

Naumburg - Dort, wo einst die 05er in die Verbandsliga aufstiegen und glorreiche Siege (wie im Pokal gegen den HFC) feierten, lief am Mittwochabend erstmals das Landesliga-Team des vor knapp zwei Jahren neu gegründeten SC Naumburg auf. Und der Sportplatz Hallescher Anger, von dem hier die Rede ist, brachte den Schützlingen von Matthias Krause, einem der damaligen Pokal-Helden, gleich Glück. Mit 3:0 besiegten die Domstädter im Nachholspiel der Staffel Süd den MSV Eisleben; damit haben sie den Klassenerhalt vorzeitig sicher (Tageblatt/MZ berichtete).
„Es war gleich eine ganz andere Atmosphäre auf den Rängen, weil das Publikum viel näher am Geschehen ist. Mit knapp 150 Zuschauern konnten wir uns auch über einen neuen Rückrunden-Rekord freuen“, so Krause. Zudem komme der kleinere Platz auf dem Anger dem Spiel seines Teams entgegen: „Wir können da viel besser pressen.“ Auch ihr letztes Heimspiel der Saison, am 8. Juni, 15 Uhr, gegen Schlusslicht Braunsbedra, werden die Naumburger auf dem Anger bestreiten, weil der Rasenplatz im Stadion Saalestraße derzeit saniert wird.
Hoffrichter bricht den Bann
Gegen Eisleben brachte Carl-Noel Hoffrichter, der erneut im rechten Mittelfeld spielte, den SCN per Abstauber in Front. Zuvor war Steven Krumbholz mit seinem Kopfball nach einer Flanke von Maximilian Derwel am glänzend reagierenden MSV-Keeper Marius Kansy gescheitert. Dieser legte sich den Ball in der zweiten Halbzeit nach einem hohen Ball seines Mitspielers Richard Ahlert mehr oder weniger selbst ins Netz. „Dieses 2:0 hat uns natürlich in die Karten gespielt. Wie wir dann den dritten Treffer von Lukas Storch herausgespielt haben, war das Sahnehäubchen. Das haben die Jungs fußballerisch erstklassig gelöst“, meinte Trainer Krause.
Wermutstropfen waren indes die Verletzungen von Stefan Schulze, der nach einem Rot-würdigen Ellbogencheck mit Verdacht auf Jochbeinbruch (der sich bisher allerdings nicht bestätigte) ins Krankenhaus gebracht werden musste, und Jonas Ballin (dicker Knöchel). „Unsere beiden Sechser wurden von Moritz Denke und Philipp Döring jedoch super vertreten“, freute sich Matthias Krause. Denke wurde gleich nach seiner Einwechslung grob gefoult; dafür wurde Paul Ahlert des Feldes verwiesen.
Am bevorstehenden Wochenende stehen nur einige Nachholpartien auf dem Programm. Es hat gerade so gereicht, eine weitere Tippspielrunde auf die Beine zu stellen. In der Kreisliga, Staffel 2, sind die Löbitzer zwar selber nicht mehr in etwaige Entscheidungen involviert, sie können aber indirekt doch darauf Einfluss nehmen. So zum Beispiel am Sonnabend im vom letzten Spieltag vorgezogenen Match gegen die Nessaer Reserve, die zu einem Pulk von fünf Mannschaften gehört, die noch vom Abstieg bedroht sind. Obwohl die VSG fünf Plätze vor ihren Gästen liegt, dürfte ein Heimsieg eher schwierig werden, da das Nessaer Kreisoberliga-Team spielfrei ist.
Gleina kann Meister werden
In der hiesigen Kreisklasse-Staffel kann der Gleinaer SV am Sonnabend Meister werden und nach neunjähriger Abstinenz in die Kreisliga zurückkehren. Dem Spitzenreiter würde ein Remis beim Tabellenfünften Memleben/Wohlmirstedt reichen. Die Bad Kösener Reserve könnte indes ihren Silberrang schon fast sicher machen, wenn sie ihr „Heimspiel“ - das allerdings beim Gegner in Mertendorf stattfindet, weil der eigene Platz noch saniert wird - gewinnt. Dezent in Richtung Vizemeisterschaft schielt noch die Kombination Billroda/ Bad Bibra II/Saubach II, die allerdings ihre drei noch ausstehenden Saisonpartien gewinnen (also auch am Sonnabend in Reinsdorf) und gleichzeitig auf Ausrutscher der Bad Kösener hoffen muss. Doch der RSV hat nur zwei seiner acht bisherigen Heimspiele verloren. Zudem treffen noch der FC ZWK Nebra II (9.) und der FSV Klosterhäseler (7.) aufeinander.

