EM-Finale

Experte Keane kritisiert Englands Nicht-Elfmeterschützen

Von dpa
Englands Raheem Sterling (r) trat nicht beim Elfmeterschießen an.
Englands Raheem Sterling (r) trat nicht beim Elfmeterschießen an. Frank Augstein/AP POOL/dpa

London - TV-Experte Roy Keane hat nach dem im Elfmeterschießen gegen Italien verlorenen EM-Finale die englischen Fußball-Nationalspieler Raheem Sterling und Jack Grealish kritisiert.

„Wenn sie Raheem Sterling oder Jack Grealish sind, können sie nicht da sitzen und ein kleines Kind mit 19 Jahren vor sich vorbeilaufen lassen, das geht nicht“, sagte der frühere Star von Manchester United bei ITV Sport.

Damit bezog Keane sich auf Bukayo Sako, der aus seiner Sicht im Elfmeterschießen vor der großen Verantwortung hätte geschützt werden müssen. „Beide haben viel mehr Erfahrung, Sterling hat Titel gewonnen. Du siehst dieses kleine Kind und sagst 'Hör zu, ich trete für dich an'“, sagte der für seine schonungslosen Analysen bekannte Keane.

Statt der routinierteren Grealish (25) oder Sterling (26) hatte Coach Gareth Southgate dem erst 19-jährigen Bukayo Saka die große Bürde des letzten englischen Elfmeterschützen aufgetragen. Saka scheiterte genauso wie die erst kurz vor Spielende eingewechselten Jadon Sancho (21) und Marcus Rashford (23). Beide Offensivkräfte hatten während des gesamten EM-Turniers so gut wie nicht gespielt.

Grealish konterte die Kritik von Keane. „Ich habe gesagt, dass ich schießen will“, twitterte der 25-Jährige am Montag. „Der Trainer hat so viele richtige Entscheidungen in diesem Turnier getroffen, und das hat er auch heute Abend getan! Aber ich will nicht, dass die Leute sagen, dass ich keinen Elfmeter schießen wollte, wenn ich gesagt habe, dass ich einen schießen will.“