Duell der Spielverderber

Achtelfinale für Außenseiter Slowakei und Schweden greifbar

Die Reise-Schweden machen Halt in St. Petersburg. Mit dabei: Ihr genesener Corona-Patient. Die besten Chancen auf das vorzeitige Weiterkommen hat aber erstmal Gegner Slowakei.

Von Jens Marx und Holger Schmidt, dpa
Mit einem Sieg gegen Schweden kann die Slowakei den EM-Achtelfinal-Einzug perfekt machen.
Mit einem Sieg gegen Schweden kann die Slowakei den EM-Achtelfinal-Einzug perfekt machen. Igor Russak/dpa

St. Petersburg - Robert Lewandowski und seine Polen werden so wie Spaniens Nationalspieler genau hinschauen.

Einen Tag vor dem Duell der beiden vermeintlichen Favoriten der Gruppe E könnten die Spielverderber Slowakei und Schweden schon den nächsten Schritt Richtung Achtelfinale der Fußball-Europameisterschaft machen.

Mit einem Sieg am Freitag (15.00 Uhr/MagentaTV) in St. Petersburg wären die Slowaken weiter. Das Problem: Gegen Schweden konnte die Mannschaft um die beiden Bundesliga-Profis Peter Pekarík von Hertha BSC und Ondrej Duda vom 1. FC Köln noch nie gewinnen.

Ekdal: „Haben die Spieler und die Mittel“

Und das soll aus Sicht der Skandinavier auch so bleiben. „Wir haben die Spieler und die Mittel dafür, um die Slowakei zu schlagen“, betont Mittelfeldspieler Albin Ekdal, einst beim Hamburger SV und inzwischen bei Sampdoria Genua. Mit einer wenig ansehnlichen, aber höchst effektiven Spielweise hatten die Schweden am Montag Favorit Spanien ein 0:0 abgetrotzt. Von Sevilla ging es via Göteborg nach St. Petersburg. Und mit dabei ist nun auch Dejan Kulusevski.

Der 21-Jährige von Juventus Turin könnte das Spiel der Schweden noch mal zusätzlich beleben. „Er kann spielen, ja. Aber ob er es nach einer Woche Pause machen sollte, ob er anfangen sollte oder nicht, werden wir sehen“, sagte Trainer Janne Andersson. Eine Corona-Infektion hat Kulusevski gestoppt. Ebenso wie Mattias Svanberg, der aber noch nicht einsatzbereit ist.

Hoffnung auf Forsbergs Geniestreiche

Klar ist, dass die Schweden nach ihrem Catenaccio-Kick gegen Spanien mehr zeigen müssen und sich nicht wieder drauf verlassen sollten, dass Torwart Robin Olsen von der AS Rom einen Glanztag erwischt. Duda oder auch Marek Hamsik, der in der vergangenen Saison ein gut dreimonatiges Intermezzo in der Schweden-Liga bei IFK Göteborg gegeben hat, dürften es besser machen wollen als der Torflauten-Angriff der Spanier gegen Schweden, die ihrerseits auch auf die Geniestreiche von RB Leipzigs Emil Forsberg hoffen.

„Manchmal reicht ja ein genialer Moment und man kann ein Spiel entscheiden. Du spielst 50 Minuten nicht gut, bist unauffällig und dann haust du den Ball rein oder bereitest das entscheidende Tor vor“, hatte dieser in einem dpa-Interview vor dem Turnierstart bereits betont.