Strafvollzug Verbotene Handys im Gefängnis - Justiz setzt Hunde ein
Schnüffler hinter Gittern: Die Justiz setzt verstärkt auf die feine Nase von Hunden in Berliner Haftanstalten. Das gilt nicht nur bei der Suche nach Rauschgift.

Berlin - Handys sind in Berliner Gefängnissen verboten - und doch werden Hunderte hineingeschmuggelt. Um diese aufzuspüren, setzt die Senatsjustizverwaltung auch auf Hunde. Die justizeigene Hundestaffel wird nach ihren Angaben durch drei Hunde verstärkt, die auf das Erschnüffeln von Datenträgern wie Handys, Speicherkarten, CDs oder USB-Sticks konditioniert wurden.
Die Hunde werden bei Durchsuchungen in den Haftanstalten eingesetzt, um Beweismittel zu finden, die für Menschen schwer zu entdecken sind - beispielsweise, weil sie in Schubladen mit viel Kleinkram versteckt sind.
Eigene Hundestaffel seit 2024
Die Berliner Polizei unterstützte die Justiz wesentlich bei der Auswahl und Ausbildung der Tiere, wie die Justizverwaltung mitteilte. Im Rahmen der Amtshilfe wurden die Hunde im Justizvollzug in Nordrhein-Westfalen ausgebildet. Seit Anfang des Jahres werden zwei Hunde laut Justizverwaltung in Berlin eingesetzt - und haben erste Funde gemacht.
Die justizeigene Hundestaffel gibt es seit Oktober 2024 in Berlin. Zunächst wurden drei Tiere ausgebildet, die auf verschiedene Gerüche von Drogen konditioniert sind. Nun folgen die Spürhunde für Datenträger.
Mehr als tausend Handys gefunden
Im vergangenen Jahr wurden in Berliner Gefängnissen 1.064 Handys sichergestellt, wie aus einer Antwort der Justizverwaltung auf eine parlamentarische Anfrage der AfD hervorging. Das entspricht in etwa den Zahlen vergangener Jahre.
Auch zahlreiche Drogenfunde gab es im Jahr 2025: Nach den Angaben wurden zum Beispiel 823 Gramm Kokain und 77 Gramm Heroin sowie 7,6 Kilogramm Cannabinoide, also Produkte aus Cannabis, entdeckt.