Fußball-Bundesliga Union-Trainer Baumgart findet Fan-Choreo „geil“
Auf dem Rasen passiert beim leistungsgerechten Remis zwischen Union Berlin und Eintracht Frankfurt nicht viel. Spektakulär geht es aber auf den Rängen zu - sehr zur Freude des Coaches.

Berlin - Noch besser als die Leistung seiner Spieler beim Unentschieden gegen Eintracht Frankfurt fand Steffen Baumgart die spektakuläre Choreo der eigenen Fans. Dass die Ultras des Heimteams dabei Pyrotechnik abbrannten und es deswegen zu einer rund sechsminütigen Unterbrechung kam, fand der Trainer von Union Berlin nicht schlimm. „Falls jetzt noch irgendeiner fragt, weil so viel Leuchtreklame dabei war“, sagte Baumgart: „Ich fand's geil.“
Nicht ganz so geil fand der Coach, dass Union zum sechsten Mal in Serie sieglos blieb. Man habe die gefährliche Eintracht-Offensive zwar fast komplett aus dem Spiel genommen, lobte Baumgart. „Trotzdem fehlte mir so ein bisschen in einigen Situationen der Punch nach vorne“, haderte er.
In einem lange Zeit ereignisarmen Spiel geriet Union in der 84. Minute durch einen Treffer von Nathaniel Brown plötzlich mit 0:1 in Rückstand. Die Eisernen drängten auf den schnellen Ausgleich - und schlugen dank eines Blackouts des Frankfurters Oscar Höjlund zurück. Der Däne hatte Rani Khedira plump gefoult und flog mit Gelb-Rot vom Platz. Beim fälligen Elfmeter hatte Schütze Leopold Querfeld Glück, dass Eintracht-Torwart Kaua Santos den unplatziert geschossenen Ball unter den Körper durchrutschen ließ (87.).
Spektakuläre Fan-Choreo
Spektakulär war die Choreo zum 60. Club-Geburtstag von Union, bei dem bis auf den Gästeblock alle Ränge des Stadions Alte Försterei mit Bannern bedeckt waren. Deswegen konnten die Zuschauer in den ersten Minuten das Spielgeschehen gar nicht verfolgen. „Weil ich mit dem ein oder anderen Jungen gesprochen habe, weiß ich auch, wie lange es gedauert hat, das Ganze vorzubereiten und auch zu organisieren“, sagte Baumgart.
Als die Banner wieder runtergezogen waren, zündeten die Ultras große Mengen an Pyrotechnik. Schiedsrichter Sören Storks musste die Partie wegen der massiven Sichtbehinderung durch den Rauch für etwa sechs Minuten unterbrechen.