Extremwetter und Wälder Land zahlt Millionen an Entschädigung für Waldbesitzer
Hitzestress, Trockenheit, Stürme – extreme Wetterlagen sind Gift für Wälder. In den vergangenen Jahren sind sie häufiger geworden.

Erfurt - Zur Bewältigung von Waldschäden durch extreme Wetterunbilden hat Thüringen Waldbesitzer in den vergangenen Jahren mit Millionensummen unterstützt. Aus einem dafür aufgelegten Landesprogramm wurden seit 2022 rund 13 Millionen Euro ausgereicht, wie aus einer Antwort des Umweltministeriums auf eine Landtagsanfrage der Linke-Fraktion hervorgeht.
Die höchste Jahressumme in diesem Zeitraum wurde 2024 mit rund 3,75 Millionen Euro an Walbesitzer ausgezahlt. Im vergangenen Jahr steuerten die Zahlungen auf einen ähnlich hohen Wert zu, bis Ende September 2025 beliefen sie sich bereits auf knapp 3,6 Millionen Euro.
Das Landesprogramm wird besonders von kleinen Forstbetrieben sehr stark nachgefragt, wie das Ministerium in der Antwort einschätzt. In den Jahren 2022, 2024 und 2025 habe das Antragsvolumen das jeweils verfügbare Fördermittelbudget erheblich überstiegen. Im Jahresverlauf hätten Förderanträge deshalb jeweils nicht mehr angenommen werden können. In beiden Jahren waren jeweils mehr als 400 Anträge eingegangen.
Thüringens Wälder haben in den vergangenen Jahren vor allem unter Hitze und Trockenheit gelitten, aber auch Stürme verursachen Waldschäden, knicken oder entwurzeln Bäume.
Großteil der Wälder geschädigt
Nach dem kürzlich von Umweltminister Tilo Kummer (BSW) vorgestellten Waldzustandsbericht galten im vergangenen Jahr lediglich 22 Prozent der Waldfläche als gesund. Dies waren immerhin drei Prozentpunkte mehr als noch 2024. Im Umkehrschluss heißt das allerdings: Etwa drei Viertel der Wälder gelten als geschädigt. In Thüringen nehmen Wälder ein Drittel der Landesfläche ein.