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Klimakrise Klima-Hungerstreikende in „sehr kritischem Zustand“

Seit bald 60 Tagen hungert ein Mann in Berlin für eine radikale Klimawende. Zwei Mitstreiter haben sich ihm angeschlossen. Ihre Gesundheit wird schlechter.

Von dpa 06.05.2024, 11:26
„Sagt die Wahrheit“, „Wo ist der Klimakanzler“ und „Hungerstreik“ ist auf Schildern im Hungerstreik-Camp des Bündnisses „Hungern bis ihr ehrlich seid“ im Regierungsviertel zu lesen.
„Sagt die Wahrheit“, „Wo ist der Klimakanzler“ und „Hungerstreik“ ist auf Schildern im Hungerstreik-Camp des Bündnisses „Hungern bis ihr ehrlich seid“ im Regierungsviertel zu lesen. Sebastian Gollnow/dpa

Berlin (dpa) - - Teilnehmer des Berliner Hungerstreiks für eine Klimawende sind nach Angaben ihres Teams in sehr kritischem Zustand. Was das genau bedeutet, wollte ein Sprecher der Aktion „Hungern bis ihr ehrlich seid“ zunächst nicht erläutern. Er verwies auf eine Pressekonferenz am (morgigen) Dienstag. Dann ist einer der Hungerstreikenden, der Ingenieur Wolfgang Metzeler-Kick, seit 60 Tagen ohne Nahrung. 

Nach Angaben der ärztlichen Begleitung der Teilnehmer können Menschen einen Hungerstreik im Extremfall 50 bis 70 Tage überleben. Ab etwa Tag 45 kann es demnach zu Herz-Kreislauf-Versagen oder einem Zusammenbruch der Immunabwehr kommen.

Metzeler-Kick ist nach eigenen Angaben seit dem 7. März in einem Hungerstreik, bei dem noch verdünnter Saft und Elektrolyte aufgenommen werden. Zwei weitere Männer schlossen sich am 25. März und 16. April an. 

Sie fordern von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) „Ehrlichkeit zur Klimakatastrophe und von der Regierung ein radikales Umsteuern in der Klimapolitik“. Die Männer wollen durchsetzen, dass Scholz eine Regierungserklärung zur Klimakrise abgibt. Darin solle er sagen, dass der „Fortbestand der menschlichen Zivilisation durch die Klimakrise extrem gefährdet“ sei.  Bisher ist Scholz nicht darauf eingegangen.