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Föderalismus Fusion der Bundesländer? Voigt fühlt sich nicht angesprochen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte eine Zusammenlegung kleiner Bundesländer ins Spiel gebracht. Sein Thüringer Amtskollege kontert - und frotzelt zurück.

Von dpa 14.01.2026, 13:39
Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) kontert den Vorstoß seines bayrischen Amtskollegen. (Archivbild)
Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) kontert den Vorstoß seines bayrischen Amtskollegen. (Archivbild) Daniel Löb/dpa

Erfurt - Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) hat den Vorschlag einer Zusammenlegung von Bundesländern seines bayerischen Amtskollegen Markus Söder (CSU) zurückgewiesen. Die Menschen in Thüringen seien zu Recht stolz auf ihre Geschichte, ihre Kultur, ihre Heimatliebe und ihren Erfindergeist, sagte der den Funke Medien Thüringen. „Als stolzer und selbstbewusster Freistaat fühlen wir uns daher vom Vorschlag des Kollegen Söder nicht angesprochen.“

Söder hatte zuvor das Zusammenlegen von Bundesländern ins Spiel gebracht. Es könne nicht sein, dass einige Länder kaum noch lebensfähig seien und von Bayern und anderen bezahlt werden müssten, sagte der CSU-Chef. Größere Einheiten seien erfolgreicher als kleinere. Es brauche „weniger Bundesländer, ganz einfach“. Söder sagte auf Nachfrage auch nicht, welche Bundesländer er zusammenlegen würde. 

Voigt frotzelte in Richtung des bayerischen Ministerpräsidenten: „Ohne Thüringen würde es Bayern in dieser Form, das Oktoberfest oder auch BMW heute gar nicht geben.“ Als Ursprung des Oktoberfests gilt die Hochzeit zwischen Kronprinz Ludwig und Therese Charlotte Luise Friederike Amalie von Sachsen-Hildburghausen, die im heutigen Landkreis Hildburghausen geboren wurde. Und das erste Automobilwerk von BMW befand sich einst in Eisenach.