Schnee und Minusgrade

Wetter: Es wird frostiger in Sachsen-Anhalt

Magdeburg/Schierke - Passend zum Wochenende fiel der Schnee. Kinder nutzten schon kleinste Hügel zum Rodeln. Viele Sachsen-Anhalter und auch Niedersachsen nutzten die freien Tage für Ausflüge in den Harz. Dort herrschen beste Wintersportbedingungen.

Eiszapfen hängen vor einem Wohnhaus in Schierke.

Rodler, Winterwanderer und Skifahrer finden aktuell prima Bedingungen in Sachsen-Anhalt. „Derzeit ist das gesamte Land weiß, allerdings gibt es große Unterschiede“, sagte Meteorologe Thomas Hain vom Deutschen Wetterdienst in Leipzig am Sonntagnachmittag. Ganz im Norden des Landes sowie um Halle herum seien nur etwa zwei Zentimeter Schnee gemessen worden, in der Landesmitte aber hätten Schauer für eine Schneedecke von 8 bis 10 Zentimetern gesorgt.

Wintersport im Harz: 41 von 52 Pisten geöffnet, 380 Kilometer Loipen gespurt

Im Harz herrschten mit bis zu 35 Zentimetern der weißen Pracht in Höhen bis 400 Meter beste Wintersportbedingungen. Viele Sachsen-Anhalter und auch Niedersachsen nutzten das Wochenende für Ausflüge in das Mittelgebirge.

Im Harz waren nach Angaben des Tourismusverbandes 41 von 52 Pisten geöffnet, 380 Kilometer Loipen waren gespurt, 25 von 35 Rodelbahnen präpariert. Für Winterwanderer waren Wege auf einer Länge von 234 Kilometern vorbereitet. Ungemütlich war es laut Meteorologen Hain auf dem Brocken bei minus sieben Grad. Die Meter-Marke wurde bei der Schneehöhe geknackt: gemessen worden seien 105 Zentimeter.

DWD-Wetterexperte zu den Aussichten für Sachsen-Anhalt: In den Nächten sind durchaus minus zehn Grad drin.

In den kommenden Tagen kommt laut Hain kaum noch Schnee dazu. Es werde sich ein Hochdruckgebiet mit eher trocken-kalter Luft durchsetzen. Ab Montag kämen die Temperaturen so gut wie nicht mehr aus dem Dauerfrostbereich heraus, allerdings könne es sonnig werden. In den Nächten seien durchaus minus zehn Grad drin.

Während sich viele über die weißen Landschaften freuten, wurden glatte Straßen einigen Autofahrern zum Verhängnis. Die Polizei berichtete von einer Reihe von Blechschäden. Teils kamen auch Menschen zu Schaden. Auf der Autobahn 9 im Landkreis Wittenberg etwa erkannte am Samstagvormittag ein 71 Jahre alter Autofahrer ein Stauende zu spät. Er versuchte noch auszuweichen, geriet aber auf einen schneebedeckten Grünstreifen, bremste und kollidierte mit fünf weiteren Fahrzeugen, wie die Autobahnpolizei in Dessau-Roßlau am Sonntag mitteilte. Vier Menschen wurden bei dem Unfall verletzt. Der Sachschaden wurde auf 35.000 Euro geschätzt. (dpa)