Vergewaltigungsvorwurf

Vergewaltigungsvorwurf: AfD-Abgeordneter Büttner will selbst Anzeige erstatten

Magdeburg - Der AfD-Abgeordnete Matthias Büttner, dem vorgeworfen wird, er habe eine ehemalige Fraktionsmitarbeiterin vergewaltigen wollen, wird nun selbst Anzeige gegen die Frau erstatten, teilte die Pressestelle der AfD-Fraktion am Dienstagabend ...

03.01.2017, 18:24
Der AfD-Abgeordnete Matthias Büttner während einer Landtagssitzung in Magdeburg.
Der AfD-Abgeordnete Matthias Büttner während einer Landtagssitzung in Magdeburg. imago stock&people

Der AfD-Abgeordnete Matthias Büttner, dem vorgeworfen wird, er habe eine ehemalige Fraktionsmitarbeiterin vergewaltigen wollen, wird nun selbst Anzeige gegen die Frau erstatten, teilte die Pressestelle der AfD-Fraktion am Dienstagabend mit.

Die Frau hatte ihn wegen einer angeblichen sexuellen Nötigung angezeigt. Mit Verweis auf das laufende Verfahren wird die AfD-Fraktion nach eigenen Angaben bis zur Aufklärung dieser Angelegenheit keine weiteren Auskünfte an die Medien geben, heißt es in der Mitteilung. Die weiteren Ermittlungen sollen nicht gefährdet werden.

Zudem verwahrt sich der AfD-Fraktionsvorsitzende André Poggenburg gegen die Behauptung eines Artikels der Mitteldeutschen Zeitung vom Dienstag.

Die Zeitung hatte einen ungenannten „Vertrauten“ zitiert, der behauptete, Poggenburg sei am Abend nach dem Plenum am 23. November 2016 von der ehemaligen Mitarbeiterin über die Vorwürfe informiert worden. Laut Pressemitteilung der AfD handelte es sich bei diesem Gespräch aber um eine Mitarbeiterbesprechung, bei der andere Themen erörtert wurden.

Falsch sei auch der Vorhalt des Artikels, Poggenburg habe den angeblichen Vorfall durch die Entlassung der Mitarbeiterin vertuschen wollen.  (mz)