Öffentlich-rechtlicher Rundfunk

Öffentlich-rechtlicher Rundfunk: Medienminister will ARD ohne „Tagesschau“

Magdeburg - Sachsen-Anhalt drängt auf einen radikalen Umbau des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Der für Medien zuständige Landesminister, Staatskanzleichef Rainer Robra (CDU), will das „Erste“ in seiner jetzigen Form abschaffen.

Von Hagen Eichler
Sachsen-Anhalt drängt auf einen radikalen Umbau des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. (Archivbild)
Sachsen-Anhalt drängt auf einen radikalen Umbau des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. (Archivbild) dpa-Zentralbild

Sachsen-Anhalt drängt auf einen radikalen Umbau des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Der für Medien zuständige Landesminister, Staatskanzleichef Rainer Robra (CDU), will das „Erste“ in seiner jetzigen Form abschaffen.

Sachsen-Anhalts Medienminister will Platz für eine ausführliche Berichterstattung aus den Regionen

Als nationaler Sender reiche das ZDF aus, sagte der Minister im MZ-Interview. Die ARD solle stattdessen „ein Schaufenster der Regionen“ werden. Formate mit bundespolitischem Anspruch wie das Kanzlerduell vor der Bundestagswahl gehörten ins ZDF, das Gleiche gelte für Hollywood-Filme.

Auch die Tagesschau wäre dann „in dieser Form überflüssig“, sagte Robra.  Sachsen-Anhalts Medienminister will stattdessen Platz für eine ausführliche Berichterstattung aus den Regionen.

Eine deutliche Kurskorrektur fordert Sachsen-Anhalt auch beim Internetangebot der Sender. Für die Neufassung der Regeln zu diesen sogenannten Telemedien ist die Magdeburger Staatskanzlei für alle Bundesländer federführend tätig. Presseähnliche Texte will Robra den Sendern komplett verbieten. Darauf drängen seit langem die Zeitungsverleger. (mz)