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Hausärzte in Sachsen-Anhalt „Nicht jammern – machen!“– Wie eine Quereinsteigerin eine Region im Harz versorgt

Zwischen Patientenstau, Fachkräftemangel, Digitalisierung und Bürokratie: In einigen Regionen fehlen dramatisch viele Hausärzte. Wie eine Quereinsteigerin versucht, eine ausgedünnte Region zu versorgen – und dabei positiv zu bleiben.

Von Lisa Garn Aktualisiert: 29.08.2024, 10:45
Behandlung am Küchentisch:  Hausärztin Sofia Hein misst bei ihrer Patienten Ursula F. Blutdruck, gibt ärztlichen Rat – aber sie ist dabei auch  eine Ansprechpartnerin für Privates.
Behandlung am Küchentisch: Hausärztin Sofia Hein misst bei ihrer Patienten Ursula F. Blutdruck, gibt ärztlichen Rat – aber sie ist dabei auch eine Ansprechpartnerin für Privates. Fotos: Lisa Garn/Sofia Hein

Kurz nach 10 Uhr muss der Rettungsdienst kommen. Die Sanitäter nehmen einen älteren Mann in die Mitte, tragen seinen Infusionsbeutel. „Verdacht auf Herzinfarkt“, sagt Sofia Hein kurz. „Wir machen jetzt einfach weiter.“ Sie beschreibt damit ganz gut, wie sie ihren Job als Hausärztin in Elbingerode (Landkreis Harz) begreift. Sie will Ruhe bewahren und Probleme lösen, im medizinischen Sinn, aber auch mit all den Rahmenbedingungen, die niedergelassene Ärzte umtreibt.