MZ-Radpartie 2022

Mehr als 2.000 Teilnehmer waren in Halle dabei - Trinken war das A und O

Bei Temperaturen um die 30 Grad kommen die Teilnehmer der MZ-Radpartie 2022 ordentlich ins Schwitzen. Den Fahrspaß lassen sie sich davon allerdings nicht nehmen - im Gegenteil.

Von Matthias Müller Aktualisiert: 04.07.2022, 08:27
Da geht es lang: Vor schöner Kulisse wie hier am Schloss Merseburg führten die Wege der MZ Radpartie entlang.
Da geht es lang: Vor schöner Kulisse wie hier am Schloss Merseburg führten die Wege der MZ Radpartie entlang. Foto: Silvio Kison

Halle (Saale)/MZ - Was das Radeln bei Temperaturen um 30 Grad angeht, hat Günter Derling einen heißen Tipp. Oder besser gesagt: einen kalten. „Pfefferminztee mit Zitrone, das erfrischt“, sagt der 87-jährige Hallenser und zeigt seine Trinkflasche, während er im Schatten auf einer Bank am Merseburger Schloss sitzt.

Ein Meer von blauen T-Shirts: Die Teilnehmer starteten am Morgen am MZ-Medienhaus in Halle zur MZ-Radpartie 2022..
Ein Meer von blauen T-Shirts: Die Teilnehmer starteten am Morgen am MZ-Medienhaus in Halle zur MZ-Radpartie 2022..
Foto: Silvio Kison

Als einer von 2.071 Teilnehmern ist er am Sonntagmorgen am Medienhaus Mitteldeutsche Zeitung in Halle zur 14. MZ-Radpartie gestartet. Von den vier Strecken zwischen 16 und 76 Kilometern haben er und sein Mitfahrer Harald Brandl (76) die Fitness-Tour mit 56 Kilometern gewählt.

Fit genug fühlen sich die beiden Freunde, die schon viele Strecken zusammen absolviert haben, heute dafür allemal. Derling mit ein wenig elektrischer Unterstützung, Brandl mit einem herkömmlichen Rad: „Für ein E-Bike bin ich noch zu jung“, sagt der 76-Jährige und lacht. Und die Hitze, was hilft noch außer Tee? Der kühlende Fahrtwind und ein Gespür für eigene Grenzen: „Wir fahren heute gemütlich“, sagt Günter Derling.

Radfreunde bei der MZ Radpartie:  Günter Derling (links, 87)  und Harald Brandl (76) aus Halle am Schloss in Merseburg
Radfreunde bei der MZ Radpartie: Günter Derling (links, 87) und Harald Brandl (76) aus Halle am Schloss in Merseburg
Foto: Matthias Müller

Ähnlich sieht es bei Mario Nitschke aus, der wenige Meter weiter eine Pause unter Bäumen genießt. „Das Fahren ist trotz der Temperaturen angenehm“, sagt der Hallenser. „Die Strecke ist gut zu bewältigen, alles ist prima organisiert - auch die Freigetränke.“ Neben ihm steht Niko Haubel, ebenfalls aus Halle, und nimmt einen kräftigen Schluck aus seiner Wasserflasche. „Es macht wieder Spaß, dabei zu sein“, meint er. Fünf Mal hat er die Radpartie schon absolviert. „Heute ist bestimmt nicht das letzte Mal.“

Erfrischung bei der MZ Radpartie:  Mario Nitschke (links) und Nico Haubel aus Halle im Schlosspark in  Merseburg
Erfrischung bei der MZ Radpartie: Mario Nitschke (links) und Nico Haubel aus Halle im Schlosspark in Merseburg
Foto: Matthias Müller

Einige Kilometer Luftlinie entfernt haben Klaus Engel und seine Frau Petra Engel-Eberhardt den vielleicht besten Platz für eine Pause an diesem Sommertag angesteuert: Im Friedrichsbad in Zwintschöna haben sie sich schon im See erfrischt. Nun stärken sie sich noch ein wenig mit Proviant aus der Kühltasche.

„Wir waren bislang fast jedes Jahr bei der Radpartie dabei“, sagte Petra Engel-Eberhardt. Diesmal haben sie sich für die kürzeste Tour entschieden, weil sie Enkel Finley (3) auf dem Rad mitnehmen. Und die Hitze? „Alles gut, wir sind Kleingärtner, da hält man das aus“, sagt Klaus Engel lächelnd.

Verschnaufen bei der Kindertour der MZ Radpartieim Friedrichsbad Zwintschöna: Mama Melanie und ihre Söhne Moritz (links), Karl (Mitte) und Bruno (rechts) waren begeistert.
Verschnaufen bei der Kindertour der MZ Radpartieim Friedrichsbad Zwintschöna: Mama Melanie und ihre Söhne Moritz (links), Karl (Mitte) und Bruno (rechts) waren begeistert.
Foto: Silvio Kison

So wie ihm ging es offenbar auch anderen: „Alles läuft gut, jeder fährt vernünftig bei dem Wetter“, heißt es etwa vom Rettungsdienst am Freibad. Und selbst Defekte bremsen die Teilnehmer nicht aus, dank des mobilen Reparaturdienstes: „Der hat mir ruckzuck geholfen“, berichtet einer, der zwischendurch eine Panne hatte.

Dieter Krumme, Geschäftsführer des Radpartie-Veranstalters Festunion, zieht schließlich zufrieden Bilanz. „Alles ging glatt“, sagt er am Nachmittag, als viele Rückkehrer am MZ-Medienhaus das Bühnenprogramm von Radio SAW genießen - und sich noch einmal mit Getränken erfrischen.